Euro-Zahlungsverkehr: Öffentliche Hand wird flexibler

Wirtschaftskammer als Euro-Kommunikationsdrehscheibe zwischen Unternehmen und öffentlicher Verwaltung

Wien (PWK) - Ab 1.1.1999 bietet der Bund österreichischen Unternehmen die Möglichkeit, neben ihrer Geschäftstätigkeit und ihrem Rechnungswesen, auch Steuer- und Abgabenerklärungen in Euro durchzuführen. Diese sogenannte "Euro-Option" dringt nun zusehends auch auf Länder-, Städte- und Gemeindeebene durch. "Wir haben an dem Aktionsplan des Bundes mitgearbeitet und auch bereits Vorkehrungen für die Euro-Umstellung bei Städten und Gemeinden getroffen", erklärte Erich Pramböck, Generalsekretär des Österreichischen Städtebundes, bei einem Erfahrungsaustausch der Wirtschaftskammer Österreich, wo gestern Unternehmen mit Vertretern der öffentlichen Verwaltung zusammentrafen. ****

So würden sich Städte und Gemeinden darauf vorbereiten, Steuererklärungen ab 1. Jänner 1999 auch in Euro entgegenzunehmen. Man befindet sich mit Bund und Ländern auf einem "kooperativen Weg", so Pramböck. Die Wirtschaft leistet durch Vorschläge und Anregungen einen wichtigen Input für eine möglichst friktionsfreie duale Abwicklungsphase. Der Wirtschaftskammer komme dabei eine Schlüsselfunktion zu, was auch Friedrich Hobel vom Hauptverband der Sozialversicherungsträger sowie Thomas Wieser vom Finanzministerium unterstreichen. Wieser: "Die Umstellungsarbeit lebt vom Feedback der Unternehmen, das kanalisiert und gebündelt durch die Wirtschaftskammern an die öffentliche Verwaltung herangetragen wird. Für uns ist dies eine besonders effiziente Art der Selbstkontrolle".

"Die Akzeptanz und das Verständnis in der Bevölkerung für den Euro nehmen ständig zu. Doch jetzt beginnen die Jahre der realen Umsetzung, wo Wirtschaft und Verwaltung eng zusammenarbeiten müssen", betonte WKÖ-Vizepräsident Rene Alfons Haiden. Unter dem Motto des WKÖ-Projekts Euro "Chancen nützen, Risiken vermeiden" plant die Wirtschaftskammer Österreich deshalb für 1998 weitere Meetings zum Erfahrungsaustausch und zur Netzwerkbildung, gab Matthias Koch, Leiter des Euro-Referats der WKÖ, bekannt.

Die Länder setzen ebenfalls verstärkt auf die Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer. "Eine Euro-Informationsschiene zwischen den Ländern und der Wirtschaft wird gerade über die Landeswirtschaftskammern aufgebaut", berichtete Günther Smutny von der Verbindungsstelle der Bundesländer. Die Verbindungsstelle habe einen länderübergreifenden Grobraster erstellt, der mit dem Aktionsplan des Bundes die Grundlage für die Euro-Umstellung der Länder darstellt. Für jedes Land gibt es dann noch eigene Aktionspläne, die teilweise, wie zB im Falle Salzburgs, bereits finalisiert wurden.

Von den am Erfahrungsaustausch teilnehmenden führenden österreichischen Unternehmen, die sich bereits sehr intensiv mit der Euro-Einführung beschäftigen, wurden ad hoc bereits wertvolle praktische Anregungen zur doppelten Preisauszeichnung, zu Umrechnungs- und Rundungsfragen, zur Besteuerung, zum Kommunikationsfluß sowie zu verschiedenen Gebühren und Gesetzen an die öffentliche Verwaltung herangetragen.

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Mag. Matthias Koch

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