Liberales Forum zum U-Bahnbau und zur B 301: Abschnitt Praterstern- Stadlau der U2/5 muß zuerst gebaut werden - Umfassendes Verkehrskonzept Bedingung für ja zur B 301

Anschluß von Stadlau schon 2004 gewichtigeres Argument als Ablehnung der Wr. Linien - B 301 als Einzelmaßnahme nicht sinnvoll

Wien (OTS) Wenig Verständnis für die zögerliche Haltung der Regierung in Bezug auf eine Veränderung der Bauetappen bei der U2/5 zeigte heute Hanno Pöschl, Verkehrssprecher des Liberalen Forums im Rathaus im Rahmen der Debatte zur Aktuellen Stunde im Gemeinderat. "Stadtrat Görg soll jetzt endlich eine mutige Entscheidung treffen und die Interessen der BürgerInnen über die Interessen der Wiener Linien stellen", so Pöschl. Laut Plan der Regierung soll der erste U-Bahnzug in Stadlau erst dann halten, wenn die Einwohnerzahl im Einzugsgebiet der U2/5 sich laut offiziellen Schätzungen verdoppelt hat. "Welche Auswirkungen dieses Szenario auf den Modal-split - also die Verteilung des Verkehrs zwischen öffentlichem Verkehr und Autoverkehr - und auf die bereits jetzt maßlos überforderte Süd-Ost-Tangente hat, kann sich jeder leicht ausmalen", so der Liberale Verkehrssprecher.****

Pöschl wiederholte in diesem Zusammenhang seine Forderung, die U2/5 zuerst zwischen Praterstern und Stadlau zu bauen. "Dann hätten die Stadlauer in absehbarer Zeit einen direkten Anschluß an das U-Bahn-Netz." Diese Variante habe außerdem den Vorteil, daß dieses wichtige Teilstück bereits 2004 fertiggestellt sein könnte. Zu einem Zeitpunkt also, wo noch Chancen bestünden, daß nicht der gesamte Verkehr in der Stadt zusammengebrochen ist. "Das Argument, daß dies zu einer Überlastung der U1 führen würde stimmt einfach nicht", so Pöschl, denn: "Die U1 ist erst bei der Hälfte ihrer maximalen Belastbarkeit angelangt". Das Teilstück zwischen Praterstern und Karlsplatz solle erst in einer zweiten Ausbaustufe in Angriff genommen werden. "Man darf die Stadlauer einfach nicht bis ins Jahr 2014 auf ihren U-Bahnanschluß warten lassen", so Pöschl.

Die Zahl der Befürworter zu diesem Plan des Liberalen Forums steigt täglich. Im September lehnten noch SPÖ, ÖVP, FPÖ und Grüne diese Variante ab, im November schloß sich die Opposition der Forderung des Liberalen Forums an und stimmte dem Antrag zu. Im Dezember wurde ein Antrag der auf Initiative des Liberalen Forums gemeinsam mit SPÖ und ÖVP in der Bezirksvertretung Donaustadt gestellt wurde einstimmig angenommen. "Jetzt bekennt sich sogar Stadtrat Görg zu einer intensiven Prüfung dieser Variante und mit ein wenig Glück, wird dieser Vorschlag des Liberalen Forums auch wirklich umgesetzt" so Pöschl.

Liberale stellen Bedingungen für Zustimmung zur B301!

"Die B 301 ist weder die Lösung der Verkehrsprobleme, wie sie von manchen Befürwortern gerne dargestellt wird, sie ist aber auch nicht der Fluch wie diese Straße von den Gegnern insbesondere von den Grünen bezeichnet wird", so der Liberale Gemeinderat zur aktuellen Diskussion, die durch die Fertigstellung der Umweltverträglichkeitserklärung wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt wurde. "Es ist sicher richtig, daß die B 301 für den Güterverkehr notwendig sein wird", so Pöschl. Der Anschluß der Güterverteilungszentren Inzersdorf und Albern an das Straßennetz ist die Grundvoraussetzung, daß diese sinnvolle Konzentration der Güterverteilungszentren realisiert werden kann. Des weiteren ist dieser Straßenbau für eine Entlastung Wiens und der Umlandgemeinden vom Güterverkehr und vom Transitverkehr, der in den nächsten Jahren weiter zunehmen wird, sicher eine Notwendigkeit um diesen Verkehr von Wien fernzuhalten.

"Wer allerdings behauptet, daß die B 301 die Tangente und das Wiener Stadtgebiet vom regionalen und lokalen Autoverkehr entlastet, dem sollte man nicht glauben", so der Liberale Verkehrssprecher. Alleine die Folgen aus der Ausnutzung der Baulandreserven in diesem Gebiet für mehr als 180.000 neue Bewohner wird die vernachlässigbare Entlastung durch die B 301 mehr als wettmachen. "Für Wien wird die B301 im Bereich Pendler-und Regionalverkehr leider nichts bringen, wenn sie nicht Teil eines vernetzten Lösungsansatzes ist." Ein hochrangiges öffentliches Verkehrsmittel in Kombination mit einer großen Park & Ride-Anlage, einer Zubringerstraße B 301 und einer konsequenten Ausdehnung der Parkraumbewirtschaftung, die den Pendlerverkehr - immerhin täglich 180.000 - aus der Stadt fernhält, wäre ein solcher vernetzter Lösungsansatz. "Grundsätzlich bekennen wir uns zur Sinnhaftigkeit der B301 für Güter- und Transitverkehr, solange es aber keine Vorschläge und Lösungsansätze für die regionale Verkehrsproblematik im Südraum Wiens und in Wien selbst, von Seiten der Regierung gibt, werden wir uns eine Zustimmung zu diesem Projekt gut überlegen", so Pöschl abschließend.

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