Startschuß für Idee des Lehrlingssponsorings aus Werbeetats

Airplus setzt neue Initiative zur Schaffung von Lehrstellen als Beispiel für ein unternehmerische Problemlösungsmodell

Wien (PWK) - "Angesichts der heurigen Diskussion über den Mangel
an Lehrstellen sind wir, die Austrian Airlines/Diners Club Karte, mit der Idee des 'Lehrlingssponsorings' initiativ geworden und übernehmen zulasten unserer Werbeausgaben die Kosten für die Ausbildung eines Lehrlings in der Reisebürobranche, nämlich bei Passat Reisen, die bisher wegen der angespannten Wirtschaftslage aus Kostengründen keine Lehrlinge ausgebildet haben", erklärte Martin Leitner, Marketing-Direktor von AirPlus, heute vor Journalisten in der Wirtschaftskammer Österreich. ****

"Wir appellieren an alle Unternehmen, diesem Beispiel zu folgen, weil wir glauben, daß ein ökonomisch solidarisches Prinzip möglich ist", so Leitner, "und finden dabei volle Unterstützung vom Präsidenten der Wirtschaftskammer, Leo Maderthaner, dem wir die Idee des 'Lehrlingssponsorings' präsentiert haben und der von dieser beispielhaften Initiative der Unternehmen überzeugt ist. Unsere nächsten Pläne sind die Suche von weiteren Betrieben und, mit Hilfe der Wirtschafstkammer, die Ausarbeitung eines Systems, welche Betriebe und welche Lehrlinge geeignet sind. Denkbar wäre beispielsweise, daß ein Möbelhändler die Ausbildung eines Tischlerlehrlings übernimmt. Wir möchten auch ein jährliches Treffen der Unternehmer, der Lehrlinge und der Ausbilder einführen, um einen persönlichen Kontakt zu schaffen und gleichzeitig Erfahrungen austauschen zu können", erläuterte Leitner.

"Wir schätzen dieses Beispiel unternehmerischer Problemlösungskapazität besonders vor dem bildungspolitischen Hintergrund der immer wieder auftauchenden Forderung nach dem trialen Ausbildungssystem besonders hoch ein", betonte Georg Piskaty, Leiter der Gruppe Bildung in der Wirtschaftskammer Österreich. "Hinter dieser Forderung verbirgt sich ein zweifacher Grund, nämlich die stark ausgebauten Kapazitäten der Berufsschulen auszulasten und vor allem Lehrwerkstätten zu füllen, die nicht den wirtschaftlichen Notwendigkeiten entsprechende Ausbildungen bieten", so Piskaty. "Die geschätzten Kosten der Lehrlingsausbildung im trialen System belaufen sich auf S 18.000.- pro Lehrling und Monat. Diese Zahl muß man mit dem Lehrlingspaket 1997 vergleichen, das 30.000 Betrieben, die ca. 120.000 Lehrlinge ausbilden, durch den Entfall der Krankenkassenbeiträge im ersten bis dritten Lehrjahr monatlich etwa S 500.- gebracht hat, welche die Wirtschaft allerdings selbst durch die Erhöhung der Angestelltenbeiträge finanziert".

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Dr. Georg Piskaty

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