AK: Farnleitner soll endlich Vereinbarungen vom Benzingipfel einlösen

Wien (AK) - Die AK kritisiert, daß Wirtschaftsminister
Farnleitner sehr schleppend handelt, was die Vereinbarungen beim Benzingipfel Ende September betrifft: Er müsse raschest dafür sorgen, daß die Mineralölfirmen die bundesweiten Listen der 20 billigsten und teuersten Tankstellen veröffentlichen. Österreich hat auch nach wie vor die höchsten Netto-Treibstoffpreise in der EU. Bis Jahresende sollte auch herausgefunden werden, warum die Nettopreise so hoch sind, und wie sie an das EU-Niveau angeglichen werden könnten. Die AK fragt nun Farnleitner, was aus dieser Branchenanalyse geworden ist. ****

Beim Benzingipfel Ende September wurde zwischen dem Wirtschaftsministerium, den Sozialparntern und der Mineralölwirtschaft vereinbart, daß regelmäßig aktuelle Listen mit den 20 billigsten und 20 teuersten Tankstellen pro Bundesland veröffentlicht werden. Bis jetzt ist aber nichts geschehen, kritisiert die AK erneut. Wirtschaftminister Farnleitner solle raschest dafür sorgen, daß die Mineralölwirtschaft endlich diese bundesweiten Listen veröffentlicht.

Österreich ist auch bei den Netto-Treibstoffpreisen noch immer im EU-Spitzenfeld. Im EU-Durchschnitt kostet Eurosuper 3,22 Schilling pro Liter, in Frankreich beispielsweise nur 2,82 Schilling pro
Liter und in Österreich 4,04 Schilling pro Liter. Es wurde überdies ausgehandelt, daß bis Jahresende 1997 eine Branchenuntersuchung ergründen soll, warum in Österreich die Benzinpreise über dem EU-Durchschnitt liegen, und wie eine Angleichung an das EU-Niveau möglich ist. Wo ist diese Branchenuntersuchung, will nun die AK von Wirtschaftsminister Farnleitner wissen. Bundesminister Farnleitner soll bekannt geben, wann und bei wem er diese Analyse in Auftrag gegeben hat.

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