NÖ Literatur-Dokumentation im Regierungsviertel

Anlaufstelle, Veranstalter, Literaturverlag

St.Pölten (NLK) - Als wesentliches und als vielseitiges Förderinstrument für die niederösterreichische zeitgenössische Literatur steht die Dokumentationsstelle für Literatur in Niederösterreich jetzt voll im Regierungsviertel der Landeshauptstadt St.Pölten zur Verfügung. Im 3. Stock des Hauses 1 in der unmittelbaren Nachbarschaft des Regierungsgebäudes
situiert, steht sie jedermann offen, der sich für niederösterreichische Literatur interessiert oder als Autor Förderung braucht. Unmittelbar daneben: die "Brücke" als literarischer Veranstaltungsort.

Der Beginn einer Dokumentationsstelle liegt schon in den achtziger Jahren. 1981 veranstaltete der frühere St.Pöltner Kulturamtsleiter Prof. Karl Gutkas im Stadtmuseum die Ausstellung "Niederösterreichische Literatur seit 1900", ein Überblick über die niederösterreichische Literaturszene. Ergänzend dazu begann die Kulturabteilung im gleichen Jahr die Wanderausstellung
"Dichter in NÖ bis 1900" und veranstaltete ab 1984 eine siebenteilige Serie von Literaturausstellungen zur Situation der "Literatur in NÖ - heute". Das dabei gesammelte Material und die Ausstellungskataloge bildeten den Grundstock der Dokumentationsstelle für Literatur in NÖ, die als Außenstelle der Kulturabteilung des Amtes am 1. April 1989 ihren Betrieb in einer Gründerzeitvilla am Hammerweg 2 in St.Pölten aufnahm. 1991 übersiedelte sie in das Bundesländerhaus in St.Pölten. Gleichzeitig mit der Übersiedlung der Beamtenschaft in das Regierungsviertel zog die Dokumentationsstelle in das neue Haus am Landhausplatz in St.Pölten.

Nach einer Anlaufzeit steht die Dokumentationsstelle mit ihren neuen Räumlichkeiten zur Benützung offen. Sie enthält folgende Einrichtungen:

Bibliothek mit rund 3.500 Bänden Primärliteratur; lückenloser Bestand an NÖ Gegenwartsliteratur, der durch Ankäufe vervollständigt wird;

umfassendes Bildarchiv und Sammlung audiovisueller Dokumente; Personen- und Schaffensdokumentation in Form von Biographien, Rezensionen etc. zu etwa 2.000 Autoren;

die wichtigsten österreichischen Literaturzeitschriften sowie
die Publikationen der NÖ Autorenvereinigungen.

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt sind der Ankauf und die Betreuung literarischer Nachlässe. Die Dokumentationsstelle
besitzt derzeit Teilnachlässe von Walter Sachs, Siegfried
Freiberg, Emmy Feiks-Waldhäusl, Wystan Hugh Auden und einigen anderen. Für Auden richtete die Kulturabteilung in Kirchstetten eine Gedenkstätte ein.

Für die niederösterreichischen Autoren hat sich die Literaturedition Niederösterreich als eigener Literaturverlag als wichtiges Medium erwiesen. Seit Beginn im Jahr 1991 erschienen 33 Bücher sowohl etablierter als auch junger, am Beginn stehender Schriftsteller. Ferner gibt es seit Bestehen der Dokumentationsstelle regelmäßig Lesungen, jetzt "in der Brücke". Die Anbringung von Gedenktafeln für verstorbene Schriftsteller (1997 für Walter Sachs) fällt ebenfalls in den Tätigkeitsbereich der Dokumentationsstelle. 1998 werden Gedenktafeln für Elisabeth Kraus-Kassegg und Hans Weigel angebracht.

Die Dokumentationsstelle für Literatur ist unter der Telefonnummer 02742/200/3104 bzw. auch unter der Wiener Telefonnummer 01/53110/3104 erreichbar.

Rückfragen & Kontakt:

Pressestelle
Tel.: 02742/200/2174

Niederösterreichische Landesregierung

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