NÖ Landeskulturkonzept in der Begutachtung

Allgemeiner Rahmen für vielfältiges Kulturleben

St.Pölten (NLK) - An 1.400 Adressen wurde dieser Tage der
Entwurf des neuen NÖ Landeskulturkonzeptes verschickt. Kulturschaffende, kulturelle Institutionen, politische Parteien
und Bezirkshauptmannschaften sollen ebenso Gelegenheit erhalten, Stellung zu beziehen wie der NÖ Landtag und die Bürgermeister der Staturstädte. Bis Ende Jänner 1998 besteht Gelegenheit, Meinungen zu äußern, zuzustimmen oder auch Kritik zu üben.

Schon das NÖ Kulturförderungsgesetz, das die legistischen Grundlagen für das Landeskulturkonzept beinhaltet, entstand auf breiter demokratischer Basis: Die Dis-kussionsreihe "Kulturpositionen" bot breiten Kreisen aus Kunst und Wissenschaft Ge-legenheit, mitzugestalten.

Der Entwurf zum NÖ Landeskulturkonzept nennt zunächst die Bedingungen, unter denen das Konzept erarbeitet wurde. Dabei
flossen die "Leitbilder und Trends für Nie-derösterreich" der NÖ Landesakademie ebenso ein wie die Empfehlungen des NÖ Kultursenates. Die früher übliche Kategorisierung von Kunstsparten wird vermieden, Kulturkonzepte werden als sich ständig ändernder Prozeß verstanden. Aus der be-sonderen Struktur Niederösterreichs ergibt sich ein Spannungsfeld, auf eine Balance zwischen städtischer Kultur und Kultur der Regionen wird besonders
geachtet. Mit den früheren Berührungsängsten zwischen Wirtschaft und Kultur wird aufgeräumt, der kulturelle Sektor als bedeutender Wirtschaftsfaktor verstanden. Einen breiten Raum nimmt das Förderwesen ein, wobei jetzt leistungsbezogene Fördermodelle Platz grei-fen. Die Kulturverwaltung wandelt sich mehr und mehr zum "New Public-Management", das auch die Aufgabe hat, kulturpolitische Grundsätze zu erarbeiten. Festge-halten ist auch der Grundsatz, daß es eine Kompetenztrennung zwischen Förderern und Veranstaltern gibt. Öffentliche Stellen kommen kaum mehr als Veranstaltungsa-genturen in Frage. Im letzten Teil finden sich Perspektiven, die sich aus der europäi-schen Entwicklung ergeben. Definiert sind
auch die Aufgabengebiete der Landespoli-tik.

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