Leere Versprechungen von Stadträtin Laska

Liberale kritisieren Verfilzung zwischen Verwaltung und privaten Bauinteressen!

Wien (OTS) Bereits seit 1993 sucht die Freie Waldorfschule Wien
West ein geeignetes Gebäude für Schule und Kindergarten. In der Hüttelbergstraße 22 im 14. Bezirk schien sie in dem derzeit leerstehenden Arne Karlson Heim den idealen Standort gefunden zu haben. Die umgebende Grünanlage eigne sich bestens für die Ausbildung in Gartenbau und Forstkunde.

Für das vom Ressort Laska (MA11) verwaltete Grundstück plant jedoch der Fond des Kuratoriums Wiener Jugendheime, dessen Geschäftsführer Dr.Podkowicz gleichzeitig Bereichsleiter im Ressort Laska und Chef der MA52 ist, die Errichtung von acht 12m hohen Wohntürmen und ein Restaurant für die WIGAST.

Daß dieses Grundstück durch einen Gemeinderatsbeschluß von
1995 zum Wiener Grüngürtel zählt, interessiert die Errichter ebenso wenig, kritisiert die liberale Planungssprecherin Mag. Michaela Hack, wie die Tatsache, daß sich diese Liegenschaft aufgrund der schlechten Erreichbarkeit für ein Jugendwohnheim nicht eigne.

Da die in großer Raumnot befindliche Waldorfschule ohne zusätzliche Verbauung des Wald- und Wiesengürtels auskommen würde, und zusätzlich ca. 50 Ausbildungsplätze für Lehrlinge geschaffen würden, unterstützen die Wiener Liberalen das Projekt der Schule, sagte Hack, denn der Bedarf an zusätzlichen Wohnheimplätzen sei nicht gegeben.

Bei der Fernsehdiskussion am 17.11.1997 in Wien 1 versprach Stadträtin Laska, der Waldorfschule sämtliche Unterlagen über das Grundstück und die bestehenden Baulichkeiten umgehend zur Verfügung zu stellen, sowie eine Mietreduktion für das derzeitige Schulgebäude zu erwirken. Dies ist bis heute nicht erfolgt, meinte Hack weiter, im Gegenteil: Bei einem Gespräch mit der
Waldorfschule Anfang dieser Woche unterstrich Bereichsleiter Podkowicz, daß seitens der Gemeinde Wien sicherlich kein
Gebäude zur Verfügung gestellt würde.

Bei der heutigen Anfrage im Gemeinderat durch die liberale Planungssprecherin Michaela Hack an Stadträtin Laska, widersprach in der Beantwortung die Stadträtin Ihrem Ressortleiter und brachte die Stadt des Kindes in Diskussion. An den Wohntürmen des Kuratoriums im Grüngürtel wolle sie aber festhalten.

"Wir werden uns dafür einsetzen, daß der Waldorfschule schnell und nachhaltig seitens der Gemeinde Wien geholfen wird", und weiter "auch die Anliegen der Anrainer in der Hüttelbergstraße sind ernst zu nehmen. Einer weiteren Verbauung des Grüngürtels werden wir sicherlich nicht zustimmen", so Hack abschließend.

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