Tiere sind keine Weihnachtsgeschenke

Hund und Katze gehören nicht unter den Weihnachtsbaum

Wien (OTS) - Weihnachten naht, jene stille Zeit des Jahres, die leider immer hektischer wird. Die Schaufenster sind prall gefüllt und reich dekoriert. In den Auslagen der Tierhandlungen rühren tolpatschige Katzenkinder und traurige Hundewelpen das Herz vieler Passanten. Manch einer vermeint mit dem Kauf solcher Tiere das passende Weihnachtsgeschenk für seine Kinder gefunden und zudem noch eine gute Tat getan zu haben. Zweimal gefehlt!

Dazu Christian Janatsch, Präsident des Tierhilfswerk Austria (THWA): "Das THWA unterstützt in Österreich 16 Tierheime und private Asyle. Wie die Erfahrung bisher zeigte, sind diese Heime jedes Jahr nach den Weihnachtsfeiertagen voll mit Tieren, die als Geschenksartikel gekauft, aber schon bald wieder abgegeben oder ausgesetzt wurden." Die verstoßenen Vierbeiner bedürfen natürlich sorgfältiger Pflege und tiergerechter Unterbringung, was für das Tierhilfswerk Austria und seine 16 Kooperationspartner mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden ist.

Mag. Alexander Willer, Kampagnenleiter THWA:"Vor allem Rassehunde werden vermehrt ausgesetzt. Die traurige Liste der Findlinge führt der derzeitige Modehund Nummer eins - der Deutsche Schäfer - an, gefolgt von Jagdhundrassen wie Deutsch Kurzhaar, sowie Staffordshire Terriern." Leider stammen diese Tiere sehr oft aus Zuchtfabriken in Ungarn, der Slowakei oder Tschechien, wo die Hündinnen als Gebärmaschinen herhalten müssen, um möglichst viele Welpen zu produzieren, die dann im Westeuropa zu Schleuderpreisen angeboten werden. Die Hunde leiden fast durchwegs an einer Vielzahl körperlicher wie verhaltensmäßiger Störungen.

Mag. Willer: "Das THWA ruft auf, zu Weihnachten weder Hunde noch Katzen zu kaufen. Wer wirklich einen Vierbeiner für die Wohnung sucht, schaut am besten in einem Tierheim vorbei."

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Mag. Alexander Willer
Tel.: 0676/3325071

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