Vorausmeldung zu News Nr. 51/97 (18.12.1997)

News deckt Schlepperring auf - Eine ungarische Schlepperbande schleust jährlich weit über 1.000 Illegale nach Österreich - Der 46jährige Joszef K. gilt mit seinem Komplizen Csaba Z., 35, als Hauptorganisator des Menschenschmuggels an der ungarisch-österreichischen Grenze. - News deckte die Sopron-Connection auf.

Wien (OTS) - Wie News in seiner morgigen Ausgabe berichtet,
wickelt Joszef K. seine illegalen Grenzgeschäfte von einem Bauernhof aus ab, der sich in der Umgebung Soprons befindet. Nach wochenlanger Recherchearbeit - basierend auf Geheimprotokollen des österreichischen Innenministeriums - gelang es zwei Reportern, die Spuren von K.s Millionengeschäften zu verfolgen. Schon seit Monaten haben die österreichischen Behörden ein Auge auf die Soproner Profi-Schleuser geworfen. Den entscheidenden Hinweis auf K. und seine kriminellen Deals mit "One-way"-Tickets hatten die Beamten von geschleppten Irakern und Afghanen bekommen, die auf österreichischem Staatsgebiet aufgegriffen worden waren. Mit der ungarischen Schlepper-Mafia dürfte auch ein in Wien etablierte Organisation in Kontakt stehen, die die Geschleppten in den weiteren EU-Raum bringt.

Nächtelang lagen die News-Reporter auf der Lauer und beschatteten den Schlepper-Konvoi. Die Schlepp-Route führt von Istanbul über Budapest nach Györ und Sopron. Von K.s Bauernhof werden die Geschleusten zu einem Bordell 25 Kilometer außerhalb von Sopron gebracht, hinter dem ein versteckter Pfad zur grünen Grenze nach Österreich führt.

Daß beim Schlepperwesen auch ungarische Beamte verwickelt sind, zeigt der Fall eines hochrangigen Grenzwache-Offiziers, der am 11. Dezember 1997 in Wien verhaftet wurde. Nachweislich hat er jahrelang Schleppungen nach Österreich ermöglicht.

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