Österreichischer Museumspreis 1997 an Landtechnisches Museum Burgenland

Förderpreise an Heimathaus Mariazell und Museum in Ledererhaus

Wien (OTS) - Das Landtechnische Museum Burgenland in St.
Michael erhält den mit 100.000 Schilling dotierten Österreichischen Museumspreis 1997. Die Anerkennungspreise zu je 20.000 Schilling erhalten das Heimathaus Mariazell und Museum in Ledererhaus in Purgstall/Erlauf. "Die Auszeichnung ist eine Würdigung der Arbeit für die Erhaltung des kulturellen Erbes in Österreich", gratulierte die Bundesministerin für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, Elisabeth Gehrer, den Preisträgern.
Die offizielle Preisübergabe findet im Frühjahr 1998 statt. ****

Das Anliegen des Landtechnischen Museums Burgenland ist die Sammlung und Bewahrung kulturell wertvoller Geräte und Maschinen des landwirtschaftlichen Bereiches, die auf 2.500 Quadratmeter Ausstellungsfläche der Öffentlichkeit präsentiert werden. Aber auch die Darstellung der ökonomischen Relevanz zur Volkskultur dieser Region und deren wirtschaftlichen Basis wird dokumentiert. Eine Besonderheit des Hauses ist die Inbetriebnahme einer Reihe
von Exponaten im Rahmen von Führungen, wodurch vor allem bei der Jugend das Interesse für Landtechnik geweckt werden soll. Das Landtechnische Museum Burgenland zeichnete sich – so die Jury aus Museumsfachleuten und Journalisten - besonders durch die Kreativität und das Engagement der Museumsverantwortlichen, der Anteilnahme und das große Interesse der Bevölkerung und vor allem durch die im Sommer laufende Sonderausstellung "Gelebte
Gemeinschaft – vier Volksgruppen" aus. Bei der Ausstellung wurde das "Miteinander" der Volksgruppen sowohl in ökonomischer als auch in soziologischer Hinsicht durchleuchtet und Folklore, Trachten
und Kunsthandwerk in die Präsentation miteinbezogen.

Durch die Zuerkennung des Österreichischen Museumspreises an
das Landtechnische Museum Burgenland soll auch ein
kulturpolitischer Akzent für diese Region gesetzt werden, die bereits bestehende Identifikation der Bevölkerung mit dem Museum gefördert und die Interessen des Landes im Museumsbereich unterstützt werden, heißt es in der Jurybewertung.

Beim Anerkennungspreis für das Heimathaus Mariazell erwähnte die Jury neben der "hervorragend präsentierten Eisengußsammlung die Devotionalien- und Fotosammlung und die bemerkenswerte
Qualität der Führungen." Ebenso positiv vermerkt wurden die Bemühungen um Aktivitäten für Kinder.

Das direkt an der Erlauf gelegenen Museum im präsentiert sich laut Jury als ein "ausgezeichnet organisiertes Haus, dessen Schwerpunkt, das Gewerbe der 'Lederer', nicht nur die
Handwerkskunst und die relevanten Geräte dokumentiert, sondern
auch die Bereiche 'Bekleidung' bis zu den ersten Kleidungsstücken der Menschheit aus Leder verfolgt".

Der Österreichische Museumspreis wurde 1988 ins Leben gerufen und nun zum zehnten Mal vergeben. Die wesentlichsten Wertmaßstäbe für den Preis sind die Originalität der einer Sammlung oder Ausstellung zugrunde liegenden Idee, die technische Umsetzung und die daraus resultierende Gesamtatmosphäre, die Intensität und Kreativität der
Vermittlungsarbeit und die Akzeptanz in der Bevölkerung. Bisherige Preisträger waren in chronologischer Reihenfolge das Museum Lauriacum in Enns (OÖ), das Waldbauernmuseum Gutenstein (NÖ), das Haus der Natur (Salzburg), das Jüdische Museum Hohenems (Vorarlberg), das Museum der Begegnung in Schmiding (OÖ), das Museum 1915-1918 in Kötschach-Mauthen (Kärnten), das Augustinermuseum Rattenberg (Tirol), das Salzburger
Freilichtmuseum in Großgmain sowie das Innsbrucker Glockenmuseum der Gießerei Grassmayr (Tirol).
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