Umweltverträglichkeitserklärung fertiggestellt

2001 Baubeginn für "Wiener Südrand Straße" B 301

St.Pölten (NLK) - Rund 3.000 Seiten umfaßt die Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) zur geplanten Bundesstraße 301, die von der österreichischen Autobahnen- und Schnellstraßen AG in den nächsten Tagen beim Wirtschaftsministerium einge-reicht wird. Damit kann das eigentliche Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren be-ginnen, dem die "Wiener Südrand Straße" als eines der ersten Großvorhaben in Österreich zu unterziehen ist. An der umfassenden Untersuchung haben rund 30 Ex-perten mitgearbeitet, Stellungnahmen der Anrainer und der Umweltanwaltschaften für Wien und Niederösterreich wurden berücksichtigt. Die Auswirkungen auf die Ver-kehrsentwicklung wurden ebenso unter die Lupe genommen wie jene auf Wasser-, Lärm-und Luftgüte.

Die B 301 als Verbindung zwischen der Südautobahn in Vösendorf und der Ostau-tobahn in Schwechat ist Teil eines Gesamtverkehrskonzeptes, das von der Planungs-gemeinschaft Ost für den Wiener Südraum erarbeitet wurde. Das Projekt sieht auf einer Länge von 16,2 Kilometern vier Tunnelabschnitte, rund 20 Brückenobjekte, die Knoten Vösendorf und Schwechat sowie weitere acht Anschlußstellen vor. Die Ge-samtkosten betragen auf heutiger Preisbasis 4,1 Milliarden Schilling.

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung wird die UVE allen zuständigen Be-hörden, den Umweltanwaltschaften, den Gemeinden und dem Umweltministerium zur Stellungnahme übermittelt. Sechs Wochen lang sind die Unterlagen in den betroffe-nen Gemeinden und Bezirksverwaltungsbehörden öffentlich aufzulegen. Schließlich erfolgt nach Eingang aller Stellungnahmen die Prüfung durch behördlich bestellte Gutachter. Das Verfahren dauert erfahrungsgemäß rund eineinhalb Jahre. Somit könnte Mitte 1999 mit den Grundeinlösungen und 2001 mit den Bauarbeiten begon-nen
werden.

Großen Wert legt die ÖSAG auf den "Dialog mit den Anrainern". Bereits 1996 wurde in Lanzendorf ein B 301-Infobüro eingerichtet. Für 1998 ist geplant, die UVE-Ergebnisse im Rahmen von Ausstellungen in den betroffenen niederösterreichischen Gemeinden und Wiener Bezirken zu präsentieren.

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