Waffenbesitzer wehren sich gegen sinnlose Anlaßgesetzgebung

Wien (OTS) - Die Linzer Rechtsanwältin Mag. Maria Navarro hat sich mit ihrem Verein "Waffen weg!" das Ziel gesetzt, gesetzestreue Österreicher zu entwaffnen. Dieses Vorhaben verfolgt sie seit den tragischen Ereignissen am Linzer Landesgericht, als sie von einem Amokläufer angeschossen und schwer verletzt wurde.

Doch auch dieses Verbrechen wäre durch noch so strenge Gesetze nicht zu verhindern gewesen - schließlich war über den Amokläufer ein Waffenverbot verhängt. Er konnte sich illegal eine Pistole besorgen und seine Rachephantasien in die blutige Realität umsetzen, betonte die Interessengemeinschaft Liberales Waffenrecht (IWÖ) heute, Mittwoch, in einer Aussendung. Auch im Fall Zöbern war der Vater des Jugendlichen der Behörde wegen auffällig sorglosen Umgangs mit Schußwaffen bereits bekannt.

Was haben aber ein Kärtner Jäger, ein Vorarlberger Sportschütze und ein Wiener Waffensammler mit derartigen Verbrechen zu tun? Warum sollten sie ihre Pistolen und Revolver abliefern?

Frau Navarro, die SPÖ und vor allem die Grünen haben offenbar jedes Augenmaß verloren. Heute sind es die legalen Waffenbesitzer, morgen wendet man sich der nächsten Bevölkerungsgruppe zu! Etwa nach dem Motto: Keinen Porsche, BMW oder GTI, die sind potentiell gefährlich. Und wann müssen die Gasthäuser und Bars schließen? Findet doch jeder zweite Verkehrsunfall und jeder zweite Mord unter Alkoholeinfluß statt. Und schließlich finden bei drei Viertel aller Morde u.a. Messer, Hacken, Maurerfäustel, Schraubenzieher, ja sogar die Unterwäsche des Opfers als Mordwaffe Verwendung. Ein weites Feld für sinnlosen Aktionismus jeder Art.

Trotz dieser Fakten behauptet Bundeskanzler Viktor Klima ununterbrochen, "Faustfeuerwaffen in privaten Händen bedeuten mehr Unsicherheit". Der Innenminister veröffentlicht hingegen Statistiken, die das Gegenteil beweisen: So gibt es derzeit fast doppelt so viele Besitzer von Faustfeuerwaffen wie 1982, aber immer weniger Straftaten bei denen geschossen wird. Im gesamten Jahr ereigneten sich "nur" 143 Fälle, wobei im Großteil mit illegalen Waffen im Spiel waren.

Die "Interessensgemeinschaft Liberales Waffenrecht in ÖSterreich" (IWÖ) ist für eine strenge Vollziehung des neuen Waffengesetzes. Sie wehrt sich aber gegen die Diffamierung legaler Waffenbesitzer als Psychopathen und potentielle Amokläufer. Die IWÖ ist daher gegen einen sinnlosen Akt symbolischer Anlaßgesetzgebung.

Rückfragen & Kontakt:

Univ.-Prof. Dr. Franz Csaszar
vom Institut für Strafrecht und Kriminologie der Uni Wien
IWÖ-Präsident
Tel.: 4277 346 21

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