Dirnberger: Beiträge zur Entgeltfortzahlung beibehalten

Derzeitige Überschüsse für Gesundheitsvorsorge einsetzen

Wien (OTS) - Auf Ablehnung stößt der Vorstoß des von der Wirtschaft bestellten Vizepräsidenten des Hauptverbandes der Sozialversicherungsträger Martin Mayr, die Unternehmerbeiträge in den Entgeltfortzahlungsfonds zu senken. AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB): "Die zuständige Sozialministerin Hostasch darf gerade hier den Begehrlichkeiten der Wirtschaft nach einem Rückzug aus dem Sozialnetz nicht auf den Leim gehen". Der Wirtschaftsvertreter hat als Aufhänger für sein Ansinnen nach einer Senkung von 2,3% auf 2,1% die Rückgänge der Krankenstände von 2,5 Millionen ASVG-Krankenständen auf 2,4 Millionen im Vergleichszeitraum Jänner bis Oktober 1996 zu 1997 vorgegeben. Die aufgrund des Rückganges der Krankenstände momentan erzielten Überschüsse des Fonds seien, so Dirnberger, etwa bei einer nächsten Grippeepidemie, Schnee von gestern.

Dirnberger: "Die dahinter stehende Strategie ist bekannt. Im Falle des späteren Bedarfes nach einer Rückkehr zum bisherigen Beitragssatz wird mit der Losung - keine Erhöhung der Lohnnebenkosten - blockiert oder anderes zumindest junktimiert". Für die temporären Überschüsse sei der Gesundheitsbereich und hier vor allem, so Dirnberger, die Gesundheitsvorsorge die treffsicherste Verwendung.

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