Das gezielte Verwirrspiel um Kinderspielzeug geht weiter

Wien (OTS) - Präsentiert hatte Greenpeace "Bedenken" gegen Kau-, Beiß- und Lutschspielzeug für Kleinstkinder. Dieses enthalte zum Teil chemische Zusatzstoffe (Phthalate), die sich bei intensivem Lutschen - laut Greenpeace in zu großen Mengen - herauslösen könnten, was -wiederum laut Greenpeace - eine latente gesundheitliche Beeinträchtigung der Kleinkinder bedeuten könnte. Die wissenschaftliche Haltbarkeit dieser Thesen (und der Testmethoden, auf denen sie beruhen) ist, gelinde gesagt, umstritten. Eine Gefährdung durch PVC läßt sich daraus nicht ableiten.

Daß Greenpeace - auch nach eigenen Aussagen - die Verunsicherung von Eltern bewußt und ohne jegliche sachliche Begründung ausdehnt und generalisiert ("PVC-Kampagne"), zeigt, wie wenig es den Aktivisten um die Sache - den Gesundheitsschutz - geht: Der seit Jahren heftig geführte Kapmf gegen die sogenannte "Chlorchemie" hat nur einen neuen Schauplatz gefunden. "Eine kleine Zielgruppe - wie Babys - die sich nicht wehren kann, zu unterstützen und damit der PVC-Industrie eines auszuwischen, macht Sinn und ist besonders spannend", sagt Greenpeace-Kampagnenleiterin Gertrud Körbler im Greenpeace-Magazin.

Die von Greenpeace zitierten Untersuchungen sind seit Monaten bekannt und haben die Industrie veranlaßt, auf europäischer Ebene die Forschung zu intensivieren und das gesamte Wissen zum Thema wissenschaftlich zusammenzufassen und zu analysieren. Denn daß keinerlei akute Gefahr durch das auf dem Markt befindliche Spielzeug besteht, geben selbst überzeugte Kritiker zu.

Die "Warnkampagne" von Greenpeace startet aber erst jetzt (knapp vor Weihnachten) - logisch?

Greenpeace bietet nicht etwa an, Weichmacheranteile oder -arten zu prüfen - getestet wird "auf PVC" - sachlich?

Die "Warnung" wird nicht auf ihre angebliche Begründung (intensives Kauen und Lutschen, also auf Utensilien für Kleinstkinder wie Beißringe und ähnliches) bezogen, sondern drastisch ausgedehnt -ehrlich?

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API PVC- und Umweltberatung
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