Arteriosklerose-Paß in NÖ Krankenhäusern

Wagner: Patienten sollen bewußter leben

St.Pölten (NLK) - Patienten, die einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hatten, sollen ab 1. Jänner 1998 in Zusammenarbeit
mit den Praktischen Ärzten und den Fachärzten für Innere Medizin in den Krankenhäusern Hollabrunn, Korneuburg, Stockerau, Tulln und Mistelbach einen "Arteriosklerose-Paß" erhalten. Mit dem Paß soll erreicht werden, daß die Patienten umsichtig nachbetreut werden
und sich so das Risiko einer nochmaligen Erkrankung deutlich verringert. Der Paß wird im Krankenhaus Mistelbach bereits seit geraumer Zeit mit großem Erfolg angewendet. "In Niederösterreich sind im Vorjahr 16.765 Menschen gestorben. Mit 55 Prozent waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache", erklärte heute Landesrat Ewald Wagner. Es gelte daher, die Patienten zur Vorsorge zu animieren und sie für eine gezielte Risikobekämpfung zu gewinnen. Wagner: "Das heißt, diese Patienten müssen ihren Lebensstil bewußt ändern: nicht rauchen, gesund ernähren, mehr Bewegung und weniger Streß." Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Patienten regelmäßig untersucht. Die Ergebnisse der relevanten Daten wie Labor, EKG oder Ergometrie werden dann in den Paß eingetragen. Ein Langzeitvergleich der Ergebnisse soll zeigen, daß sich bewußtes und gesundes Leben bezahlt macht.

"Natürlich haben wir in den letzten Jahren durch eine verbesserte Akutversorgung im Krankenhaus, durch den Einsatz der Notarztwagen und durch bedeutende Fortschritte in der
Rehabilitation erreicht, daß weniger Menschen am akuten
Herzinfarkt sterben", erläuterte Wagner. Trotzdem: Eine optimale Betreuung nach einem Herzinfarkt oder Schlaganfall bleibe das
Gebot der Stunde.

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