Ford, Daimler-Benz und Ballard vereinigen Kräfte zur Entwicklung von Brennstoffelement-Technologie für Fahrzeuge der Zukunft

Stuttgart (ots-PRNewswire) - Ein bedeutendes globales Bündnis zur Entwicklung von Brennstoffelement-Technologie wurde am 15. Dezember von den drei führenden Firmen auf diesem Gebiet bekanntgegeben - der Ballard Power Systems aus Kanada (Nasdaq: BLDPF), der Daimler-Benz AG (NYSE: DAI) und der Ford Motor Company (NYSE: F).

Die drei Firmen unterzeichneten am 15. Dezember in Stuttgart eine Absichtserklärung mit der Erwartung, daß es innerhalb weniger Monate zu einer letztendlichen Einigung kommen wird.

Die Vereinbarung würde zwei der weltweit führenden Firmen im Bereich Kfz-Technologie in einem Bündnis mit dem führenden Entwickler und Hersteller in der Branche für Brennstoffzellen-Technologie in einem Bündnis zusammenführen, um die Entwicklung von Komponenten mit Brennstoffzellen-Antrieb für Autos und Lastkraftwagen zu beschleunigen.

"Ford sieht diese Partnerschaft als natürliche Ergänzung der Talente, Fähigkeiten und Technologie zwischen allen drei Firmen", sagte Alex Trotman, der Vorsitzende von Ford. "Wir arbeiten schon seit vielen Jahren an der Technologie zur Unterstützung von Fahrzeugen mit Brennstofffzellen-Antrieb und sehen die Brennstoffzellen als eine der bedeutendsten Technologien des frühen 21. Jahrhunderts. Mit unseren Bemühungen in der Zusammenarbeit sind wir der Meinung, daß wir die kommerzielle Einsatzfähigkeit von Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb beschleunigen".

Jürgen E. Schremp, der CEO der Daimler-Benz, begrüßte das neue Bündnis ausdrücklich und sagte: "Diese Kooperation erbringt einen beeindruckenden Beweis für die Tatsache, daß die Brennstoffzellen eine ernsthafte und vielversprechende Alternative zum konventionellen Verbrennungsmotor darstellen".

Firoz Rasul, der Präsident und CEO von Ballard, sagte: "Durch Ballards Beziehung mit Ford und Daimler-Benz haben wir die Stärke,, die Ressourcen und den Einsatz, um die Brennstoffzellen zur kommerziellen Volumenproduktion zu bringen"

Die Ballard Power Systems ist der weltweite Führer bei der Entwicklung von Proton Exchange Membrane Fuel Cells (PEMFC). Die Daimler-Benz hat eine einzigartige Expertise bei der Erforschung von alternativen Fahrsystemen und Kfz-Brennstoffen. Die Ford genießt hohes Ansehen aufgrund ihrer fortschrittlichen Getriebetechnologie bei Elektroautos.

Die Brennstoffelemente, die aus Wasserstoff und Sauerstoff Elektrizität zum Antrieb von Fahrzeugen erzeugen, haben das Potential zur Erstellung der Größe, Reichweite, Geräumigkeit und Geschwindigkeit konventioneller Fahrzeuge und Lastkraftwagen, während wenig mehr als nur Wasserdampf in die Atmosphäre abgegeben wird. Das Bündnis zielt darauf ab, Getriebe mit Brennstoffelementen zur Verfügung zu haben, um die Kommerzialisierung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellenantrieb bis zum Jahr 2004 zu unterstützen.

Brennstoffzellen sollten drei entscheidende Vorteile gegenüber Batterien für elektrische Fahrzeuge aufweisen: Brennstoffzellen sollten weniger kosten, sie sollten keine Einschränkung ihrer Spannbreite (wie Batterien) haben und sie sollten nicht die Begrenzungsdauer und Ersatzkosten von Batteriepaketen haben.

Laut Vereinbarung wird die Ballard verantwortlich sein für die Brennstoffelemente, wobei die Daimler-Benz und die Ford jeweils 20% und 15% an der Ballard Power Systems Inc. besitzen.

Die Daimler-Benz wird der Haupteigentümer der DBB Fuel Cell Engines GmbH sein und verantwortlich für Brennstoffelementsysteme sein, wobei Ballard und Ford jeweils etwa 26% und 23% Anteile haben.

Die Ford wird der Haupteigentümer einer neuen Firma sein, die verantwortlich ist für die elektrischen Getriebesysteme, wobei die Ballard und die Daimler-Benz jeweils 19% halten.

Fords Gesamtinvestition in die Partnerschaft wird etwa 600 Millionen kanadische Dollar betragen (420 Millionen US-Dollar), zusammengesetzt aus Barguthaben, Technologie und Vermögenswerten.

Hintergrundinformation Technik:

Die Anwendung mit Brennstoffelementen reicht von kleinen tragbaren Stromkraftquellen zur Erzeugung von Notstrom über Werke für Verteilerstrom in der Spannbreite von bis zu einem Megawatt an Größe und Motoren zum Antrieb von Autos, Bussen, Lastwagen, Schienenfahrzeugen und Schiffen bis hin zu Satelliten- und Weltraumstationen. Der Hauptvorteil dieser Technologie besteht darin, daß sie ein niedriges - beziehungsweise kein - Emissionsniveau mit einem höheren Effizienzgrad bietet.

Ein Brennstoffelement ist ein elektrochemisches Gerät, das leise und ohne Verbrennung Elektrizität produziert. Wasserstoffbenzin, das aus natürlichem Gas oder Methanol gewonnen werden kann, und Sauerstoff aus der Luft sind elektrochemisch in einer Brennstoffzelle kombiniert, um Elektrizität und Hitze zu erzeugen, mit reinem Wasser als einzigem Abfallprodukt. Es ist wichtig, die beiden Gase davon abzuhalten, in direkten Kontakt miteinander zu kommen und daher werden beide mittels einer Elektrolyten-Membran getrennt.

Die verschiedenen Arten von Brennstoffzellen werden den verschiedenen Elektrolyten zugeordnet.

Eine PEM Brennstoffzelle besteht aus zwei Elektroden, der Anode und der Kathode, die durch Polymer-Elektrolyten getrennt sind. Jede der Elektroden ist auf einer Seite beschichtet mit einem Platinkatalysator. Der Wasserstoffkraftstoff trennt in freie Elektronen und Protonen (positive Wasserstoffionen) im Beisein des Platinkatalysators an der Anode. Die freien Elektronen werden in nutzbaren elektrischen Strom durch den externen Schaltkreis geleitet. Die Protonen bewegen sich durch die Elektrolytenmembran zur Kathode. An der Kathode schließen sich Sauerstoff aus der Luft, Elektronen aus dem externen Schaltkreis und Protonen zusammen, um reines Wasser und Hitze zu produzieren und damit die gewünschte Menge an einzelnen durch elektrischen Strom erzeugten Brennstoffzellen in einem Bauelement zu erhalten. Der Anstieg der Zellenzahl in einem Bauelement erhöht die Spannung, während ein Anstieg an Zelloberfläche den Strom erhöht.

Die sogenannten Proton Exchange Membrane Fuel Cells (PEMFC) sind am besten geeignet für bewegliche Anwendungen - Autos oder Busse -aufgrund ihrer Betriebstemperaturen zwischen 20 und 100 Grad Celsius und ihrer hohe Stromdichte. Sie können mit Wasserstoff aus Kraftstoffen wie Methanol oder natürlichen Gasen, oder auch mit Sauerstoff aus normaler Luft betrieben werden. PEMFCs wurden vorgeführt beim Transport und bei ortsgebundenen und tragbaren Stromanwendungen.

ots Originaltext: Ford Motor Company
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