80. Handkurs, 80 Teilnehmer, 80 Jahre jung: Jörg Böhler feierte "stilecht" Geburtstag

wien (OTS) - Daß er seinen Geburtstag am Montag, 15. Dezember
1997, "stilecht" mit der Durchführung eines "Handkurses" beging, hätte Freunde und Kenner von Prof. Jörg Böhler noch nicht einmal gewundert. Der Zufall gab"s, daß an just diesem Tag der 80. Kurs mit 80 Teilnehmern an gewohntem Schauplatz, der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) in Wien-Brigittenau, stattfand. AUVA-Generaldirektor Wilhelm Thiel, Generaldirektor-Stv. Robert Bauer und viele selbst schon renommierte Schülerinnen und Schüler des Unfallchirurgen stellten sich aus diesem Anlaß als Gratulanten ein.

Während viele Söhne eher im Schatten ihrer prominenten Väter stehen, waren es für den am 15. Dezember 1917 in Gries bei Bozen geborenen Jörg Böhler vielmehr solide Fußstapfen: Der Pionier der modernen Unfallchirurgie, Lorenz Böhler, richtete 1925 in der "Webergasse" in Wien-Brigittenau, dem Sitz der damaligen Arbeiter-Unfallversicherungsanstalt, das erste Unfallkrankenhaus ein. Der Chirurg war fest davon überzeugt, daß moderne und rasche Unfallheilbehandlung einen Rückgang bei Unfallrenten bewirkt. Sein Konzept ging auf und aus der "Webergasse" übersiedelte Böhler in das neugebaute und seinen Namen tragende Unfallkrankenhaus. Sohn Jörg wurde knapp nach Beendigung seines Medizinstudiums als Arzt zur Wehrmacht eingezogen. Nach abenteuerlichen Kriegserlebnissen - unter anderem überlebte er zwei Bruchlandungen - begann Jörg Böhler 1945 im von seinem Vater geführten Unfallkrankenhaus. Studienaufenthalte, zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten und seine Habilitation - 1957 -an der Universität Wien folgten. 20 Jahre nachdem Jörg Böhler die ärztliche Leitung des Unfallkrankenhauses Linz übernommen hatte, kehrte er - 1971 - als Primarius an das Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus der AUVA zurück, wo er bis 1983 wirkte. Viele renommierte - heute zum Teil schon selbst im Ruhestand befindliche - Ärzte zählten zu den Schülern Jörg Böhlers. Daß seine Leidenschaft und Konstitution für die Unfallchirurgie, insbesondere das Spezialgebiet der Handverletzungen, ungebrochen ist, konnte Prof. Jörg Böhler just an seinem Geburtstag beim "Handkurs" deutlich unter Beweis stellen.

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