KfV: 4 Alkoholtote in der Vorwoche

Neue Alkoholregelung im Straßenverkehr jetzt effektiv umsetzen! - Angekündigte verstärkte Überwachung schon in der Vorweihnachtszeit nötig - 5 getötete 'Gurtenmuffel' verlangen aber auch nach verstärkter Bewußtseinsbildung

Wien (OTS) . Die nach jahrelangen Diskussionen und zahlreichen vermeidbaren Opfern durch Alkolenker geplante Einführung der 0,5-Promille-Grenze im Straßenverkehr kommt keine Sekunde zu früh, so das Kuratorium für Verkehrssicherheit! In der Vorwoche kamen 4 Pkw-Insassen bei Unfällen ums Leben, bei denen Alkohol mit im Spiel war.

Erfahrungsgemäß verführen gerade jetzt viele Weihnachtsfeiern, Glühweinstände und Christkindlmärkte zum Konsum von Alkohol. Aber in der 'stillsten Zeit des Jahres' sollte sich auch jeder auf seine Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber besinnen, und sich nach dem Genuß von Alkohol nicht ans Steuer setzen. Schon ein Glas Glühwein zuviel kann über Leben und Tod entscheiden. Zusätzlich ist jetzt besonders wichtig, mit den vom Innenministerium angekündigten scharfen Kontrollen nicht erst mit Inkrafttreten der 0,5-Promille-Grenze Anfang Jänner, sondern schon in der Vorweihnachtszeit zu beginnen.

Aber auch die 5 Pkw-Insassen, die in der Vorwoche ums Leben kamen, weil sie nicht angegurtet waren, sind ein deutliches Signal an alle Politiker und Institutionen die sich mit Verkehrssicherheit beschäftigen. Verstärkter Einsatz von 'weichen' Maßnahmen wie Schulungen und Aufklärungskampagnen sind nötig, um die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer zu steigern. Dabei ist aber, siehe rückläufige Anlegequote des Sicherheitsgurtes oder die mangelnde Verwendung von Kindersitzen, zusätzlich Kontrolle notwendig. Das KfV fordert deshalb schon seit geraumer Zeit die Erhöhung der Zweckbindung der Strafgelder für Verkehrsüberwachung auf 50%. Insgesamt kamen in der Woche von 9. Bis 14 Dezember 1997 14 Menschen ums Leben, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 23. Hauptunfallursache war Fahrten mit nicht angepaßter Geschwindigkeit (7), Unachtsamkeit (2), Überholen (1), Übermüdung (1), Fehlverhalten Fußgänger (1), und Sonstige (1), bei einem tödlichen Verkehrsunfall konnte die Ursache noch nicht ermittelt werden. 4 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben, bei 4 tödlichen Unfällen war Alkohol beteiligt und 5 der getöteten Pkw-Insassen waren nicht angegurtet.

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