WWF fordert: Naturnahe Holznutzung auch in Österreich

Die Weltbank zeigt, daß Zertifizierung mehr als ein Schlagwort

Wien (OTS) - Ein hochrangiger Vertreter der Weltbank befindet
sich derzeit in Wien. Robert Watson, der umweltpolitische
Leiter, hält heute im Parlament ein Referat über die
Umweltpolitik seiner Organisation. Für den WWF Anlaß, sich
noch einmal für das riesige "Geschenk an die Erde" der
Weltbank zu bedanken: 200 Millionen Hektar Wald sollen mit
Hilfe der Weltbank naturnah und nachhaltig bewirtschaftet,
weitere 50 Millionen Hektar unter Schutz gestellt werden. In Österreich indes, läßt die Holz-Zertifizierung noch immer auf sich warten.

Vor allem in den riesigen Waldgebieten Rußlands und
Brasiliens will die Weltbank aktiv werden: Ziel ist eine unabhängige Zertifizierung nach sozialen und ökologischen Kriterien bis 2005. Der Kosument kann das Holz aus dieser
naturnahen Nutzung an einem Gütezeichen, wie zum Beispiel dem
des Forest Stewardship Council (FSC), erkennen. "Diese
Entscheidung der Weltbank ist ein gewaltiger Schritt in die
richtige Richtung", meint DI Dr. Christoph Wildburger, WWF-Waldexperte.

Österreich hinkt noch immer nach

Obwohl bereits vor vier Jahren das entsprechende Gesetz
durch den Nationalrat gegangen ist, fehlt bis heute die nötige Verordnung zur Umsetzung. Wildburger: "Umweltminister Martin Bartenstein ist aufgerufen, endlich dafür zu sorgen, daß die Holz-Zertifizierung in Österreich umgesetzt wird. Denn auch in
der Alpenrepublik ist es Zeit, den Konsumenten
österreichisches Holz aus naturnaher Nutzung anzubieten."

Rückfragen & Kontakt:

WWF Österreich, Markus Grieshofer, 01/48817-232

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