Böhm: Befürworter der ersten Stunde stellen sich gegen SBT

Milliardenschweres Mammutprojekt geht ausschließlich auf Kosten der Steuerzahler

Niederösterreich, 15.12.1997 (NÖI) Nachdem nunmehr auch einer der größten Eisenbahntunnelbefürworter der ersten Stunde unsere Bedenken gegen dieses milliardenschwere Mammutprojekt bestätigt, ist es an der Zeit, daß sich auch die niederösterreichischen Sozialdemokraten von diesem Projekt verabschieden. Der ÖBB-Generaldirektor Draxler hat nun das erkannt, was die Volkspartei Niederösterreich schon seit Jahren predigt, nämlich, daß der Eisenbahntunnel privat nicht zu finanzieren ist. Es kann nicht sein, daß hunderttausende Pendler durch den Bau eines sinnlosen Prestigeprojektes höhere ÖBB-Tarife in Kauf nehmen müssen und damit noch mehr belastet werden. Das Geld für diesen Tunnel sollte für wichtige Nahverkehrsprojekte verwendet werden, die unseren 200.000 Pendlern wirklich etwas bringen, stellte heute Klubobmann Gerhard Böhm fest.****

Die Kosten dieses Tunnels würden darüber hinaus auch noch jeden einzlenen Steuerzahler in unserem Land treffen. Es ist nämlich mittlerweile jedem denkenden Menschen klar geworden, daß der Semmering-Bahntunnel sicherlich nicht privat finanziert und auch nicht teilweise privat finanziert werden kann, sondern ausschließlich aus Steuergeldern berappt werden muß, so Böhm weiter.

"Es würde daher auch den niederösterreichischen Sozialdemokraten gut anstehen, sich zu ihren Fehleinschätzungen, was den Semmering-Bahntunnel betrifft, zu bekennen. Vielleicht ist die kommende Landtagssitzung ein erster Schritt dazu. Dann nämlich wird mit der Änderung des §2 im NÖ Naturschutzgesetz grünes Licht dafür gegeben, daß auch der Naturschutz bei diesem Projekt ein Mitspracherecht hat", betonte Böhm.

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