Dirnberger: EU-Osterweiterung gefährdet Arbeitsmarkt durch

Tagespendler Übergangskriterien statt Übergangsfristen für freien

Wien (OTS) - Arbeitsmarkt =

Keinen Anlaß zur Euphorie nach dem Durchbruch beim
EU-Gipfel in der Frage der Osterweiterung sieht AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB). Dem zentralen Problembereich des freien Arbeitsmarktes sei, so Dirnberger, von der österreichischen Bundesregierung von Beginn der Verhandlungen an der Vorrang vor anderen Fragen, wie der Wirtschaftsförderung in den Grenzgebieten, einzuräumen. Dirnberger: "Bei Lohnunterschieden von bis zu 1:8 wird in einem freien Arbeitsmarkt allein schon durch Tagespendler in den Grenzgebieten, wie dem Wald- und dem Weinviertel, unseren heimischen Arbeitsplätzen der Garaus gemacht." Dem dadurch entstehenden Lohndruck könne man, so Dirnberger, nicht bloß mit Wirtschaftsförderungen, wie am Rande des EU-Gipfels angeklungen, begegnen. Entscheidend sind die Verankerkung von Übergangskriterien, wie etwa angeglichenen Lohnstückkosten, sozialrechtlichen Standards oder EU-Umweltstandards, um einem Sozial- und Lohndumping wirksam begegnen zu können. Das Ziel von Übergangsfristen sei abzulehnen, da man diese nur abzuwarten brauche, ohne etwas zu verändern.

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