Gruber: Pröll und Landesschulrat verschleppen HTL-Zubau in St. Pölten.

Im Landesschulrat ist man weiter säumig - das beweist die Anfragebeantwortung der Unterrichtsministerin

St. Pölten, (SPI) - Bereits im Jahre 1986 wurde durch Dir. HR Riegler ein Ansuchen um bauliche Erweiterung der HTL St. Pölten an den Landesschulrat gerichtet. Sein Nachfolger, OSTR DI Dir.
Herbert Gangl, stellte am 26. November 1996 abermals ein detailliertes Ansuchen, um die katastrophale Raumnot zu
beseitigen. Im zuständigen Unterrichtsministerium sowie im für die Finanzierung zuständigen Wirtschaftsministerium weiß man bis heute nichts davon! "Anträge des Landesschulrates für Niederösterreich, der in erster Instanz für die Angelegenheiten der Schulerhaltung und Schulentwicklung des weiterführenden Schulwesens zuständig ist, auf Ausarbeitung bzw. Genehmigung von Raum- und Funktionsprogrammen .. ... liegen bis dato nicht vor. Der Landesschulrat wurde ersucht, ein Gesamtorganisationskonzept ... .... auszuarbeiten. Dieses Konzept liegt aber noch nicht vor.", so Unterrichtsministerin Gehrer in der parlamentarischen Anfragebeantwortung.****

"Bereits seit Jahren versucht die SPÖ-St. Pölten eine Verbesserung für die Schüler und ihre Lehrkräfte zu erhalten - doch die zuständigen Stellen des Landes und der St. Pöltner ÖVP haben bisher alle Initiativen abgewürgt und in Sachen HTL-Zubau die Köpfe in den Sand gesteckt. Rechtzeitig vor der Landtagswahl -nach der Methode "Haltet den Dieb" versucht die Bezirks-VP nun Initiative vorzutäuschen, um von den wahren Schuldigen
abzulenken", stellt der St. Pöltner SP-Labg. Karl Gruber in einer Stellungnahme fest.

Die wahren Schuldigen der Raummisere dieser für St. Pölten und das Umland so wichtigen Bildungseinrichtung stehen nun fest. Niemand anderer als der Landesschulrat von Niederösterreich, dessen Präsident LH Erwin Pröll ist, hat es bisher verabsäumt, die entsprechenden Anträge vorzulegen. Dies geht nun aus den Anfragebeantwortungen sowohl der parlamentarischen Anfrage der SP-Abgeordneten Onodi und Sigl, als auch des Neulengbacher VP-Abg. Kurzbauer hervor. Pech für Abg. Kurzbauer - denn es ist politisch nicht gerade von Vorteil, den eigenen Landeshauptmann anschwärzen zu müssen! Die Kurzbauer-Aktion ist also nichts weiter als ein schon peinliches Ablenkungsmanöver einer ÖVP St. Pölten, welche die Schüler und Lehrkräfte der HTL St. Pölten bereits seit Jahren im Regen stehen läßt.

"Pröll und sein geschäftsführender Präsident Stricker sind nach Vorliegen der Fakten nun endlich aufgefordert, die notwendigen Arbeiten zu erledigen und die entsprechenden Konzepte vorzulegen. Auch VP-Abg. Kurzbauer könnte es nicht schaden, sich über die wahren Gegebenheiten zu informieren und seine Forderungen bei
jenen Stellen einzubringen, welche das Projekt seit Jahren verschleppen. Es könne nicht angehen, daß hunderte Schüler und die Lehrkräfte weiter die Leidtragenden dieser Säumigkeiten sind und auf ihrem Rücken Wahlkampf betrieben wird", so SP-Labg. Karl
Gruber abschließend.
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