In den nächsten Jahren werden Diplompfleger gebraucht

Wagner: Bedarfsgerechtes Schulkonzept für Ausbildung nötig

St.Pölten (NLK) - "Auch in den nächsten Jahren brauchen wir
durch Pensionierungen oder Karenzurlaube jährlich 200 bis 250 diplomierte Pfleger. Aus diesem Grund werden wir keinesfalls die Hälfte aller niederösterreichischen Krankenpflegeschulen schließen", betonte heute Landesrat Ewald Wagner. Was allerdings dringend benötigt werde: ein Schulkonzept, das sowohl eine qualifizierte Ausbildung sichert als auch den künftigen Bedarf an Krankenpflegepersonal festlegt. Dieses Konzept sollte im Rahmen
des neuen Krankenpflegegesetzes, das ab Mitte 1998 in Kraft treten wird, erarbeitet werden. "Unser Wunsch ist, eine möglichst dezentrale Schulstruktur aufrechtzuerhalten und gleichzeitig dem Bedarf an Pflegekräften in den 27 Krankenhäusern gerecht zu werden", erläuterte Wagner.

Derzeit gibt es in Niederösterreich 17 Allgemeine Krankenpflegeschulen und zwei mit psychiatrischer Krankenpflege. Laut Wagner wird es heuer erstmals möglich sein, mit Jahresende fast alle Dienstposten im Pflegebereich zu besetzen. In den vergangenen Jahren war dies oft nicht möglich, weil diplomiertes Personal fehlte. So blieben teilweise bis zu 10 Prozent der Dienstposten unbesetzt. Zum Vergleich: 1990 gab es 3.800 Diplompfleger, mit Ende 1996 waren es bereits 5.000. 1995 absolvierten knapp 300 Schüler die Krankenpflegeschule, heuer sind es 423. "Die Altenpflege wird künftig einen höheren Stellenwert einnehmen, sodaß wir auch das diplomierte Pflegepersonal der allgemeinen Krankenpflege motivieren müssen, entweder in Pflegeheimen oder im Bereich der Hauskrankenpflege zu arbeiten", meinte Wagner. Insbesondere im Bereich der Sozialen Dienste müßten zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt werden, damit die zweifellos notwendigen Arbeitsplätze geschaffen werden können.

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