Gewerbe und Handwerk: Wer forscht schafft neue Arbeitsplätze

Technologie-Förderungen zahlen sich aus - Dynamische Beschäftigungsentwicklung in forschenden Betrieben

Wien (PWK) - Kleine und mittlere Unternehmen tragen in erheblichem Maße zur Schaffung neuer Arbeitsplätze bei. Eine Studie des Instituts für Gewerbe- und Handwerksforschung (IfG) zeigt, daß insbesondere Unternehmen, die sich der Herausforderung des rasanten technischen Fortschritts stellen und selber Forschung und Entwicklung betreiben, eine deutlich dynamischere Beschäftigungsentwicklung aufweisen als "Innovationsmuffel". ****

Im Auftrag des Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft hat das IfG 1.024 Betriebe untersucht, die zwischen 1984 und 1997 gegründet wurden. Dabei stellte sich heraus, daß sowohl Neugründungen, als auch Tochterunternehmen und Umgründungen mit Hang zur Forschung in den ersten fünf Jahren nach der Gründung deutliche Beschäftigungszuwächse verzeichnen konnten.

Hatten ein Jahr nach der Gründung noch 77,5 Prozent der technologieorientierten Unternehmen weniger als fünf bzw. fünf bis neun Mitarbeiter, so waren es fünf Jahre nach der Gründung nur noch 44 Prozent. Der Anteil der Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern ist in den ersten fünf Jahren nach der Gründung von 22,5 Prozent auf 66 Prozent gestiegen.

Unterschiede zwischen Unternehmen, die eine Forschungsförderung erhalten haben und solchen, deren Förderungsanträge abgelehnt wurden, zeigten sich vor allem in der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten pro Unternehmen. Beschäftigten Betriebe, die in Innovationstätigkeiten investierten, 1997 durchschnittlich 37,3 Mitarbeiter, so wiesen Unternehmen, deren Forschungsvorhaben nicht unterstützt wurden, lediglich 11,9 Arbeitnehmer aus.

Dementsprechend betrachten auch 37,7 Prozent der neugegrüneten Unternehmen Innovation, Technologie und Forschung und Entwicklung als die wichtigste Voraussetzung für den Unternehmenserfolg. Weitere 22,5 Prozent setzten auf Flexibilität, Schnelligkeit und Kreativität. Als größtes Wachstumshemmnis gaben 31,3 Prozent der Neugründungen Kapitalmangel und Mangel an Förderungen an, gefolgt von 17,2 Prozent, die unter den hohen Personal- und Lohnkosten zu leiden haben.

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und Handwerksforschung (IfG)
Frau Sonja Sheikh
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Institut für Gewerbe-

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