Aus für SMA-Aluminiumschmelze Kematen

Pröll: Umweltgefahr abgewendet, neue Chancen eröffnet

St.Pölten (NLK) - Aufatmen im Mostviertel: Der jahrelange Kampf
um die Errichtung eines Aluminium-Recyclingwerks in Kematen ist beendet, die Firma SMA (Sommer Metall Austria) hat heute vormittag ihren Antrag beim Umweltministerium zurückgezogen. "Damit ist
nicht nur eine Umweltgefahr für das Mostviertel abgewendet,
sondern es wurde auch eine Lösung gefunden, die der Region neue Chancen eröffnet", strahlte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, ohne dessen großes persönliche Engagement die Vereinbarung nicht zustandegekommen wäre, wie Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann betonte. Die Lösung, die in teilweise sehr harten Gesprächen gefunden wurde, sieht folgendermaßen aus: Eine neugegründete Gesellschaft "Wirtschaftspark Kematen Ges.m.b.H." - je 45 Prozent der Anteile halten die Landesgesellschaft ECO PLUS und 19
Gemeinden der Region, 10 Prozent die Hypobank NÖ - kauft von der SMA die 25 Hektar umfassenden Grundstücke in Kematen zum Preis von 65 Millionen Schilling. Nach Durchführung notwendiger infrastruktureller Maßnahmen sollen hier umweltfreundliche und zukunftsträchtige Betriebe angesiedelt und neue sichere Arbeitsplätze geschaffen werden.

Die Firma SMA hat 1992 den Antrag auf Errichtung einer Aluminiumschmelze in Kematen gestellt und damit in der Region
große Ängste und Widerstände ausgelöst. Tausende Bürgerunterschriften zeigen das. Nach einem negativen Bescheid der NÖ Landesregierung und der Berufung durch das Unternehmen lag der Antrag beim Umweltministerium, die Entscheidung hätte in den nächsten Tagen erfolgen sollen. Sie wäre, wie SMA-Prokurist Mag. Leo Baumgartner betonte, positiv ausgefallen. Daß nunmehr nach intensiven Verhandlungen eine andere Lösung gefunden wurde, sei
vor allem der Mostviertler Bevölkerung zu verdanken, aber auch den intensiven Bemühungen von Wirtschafts-Landesrat Ernest Gabmann und seiner Mitarbeiter sowie dem Team im Büro des Landeshauptmannes, unterstrich Pröll. Besonders zu danken sei aber auch den
Vertretern des Unternehmens für ihr Verständnis, das letztlich den Weg freigemacht habe.

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