Worldwide Brands Inc. (WBI): Die EU Gesundheitsminister machen es falsch

Wien (OTS) - Die Firma WBI, die Camel Schuhe und modische Kleidung vermarktet, brachte ihre Bedenken über die von den EU Gesundheitsministern getroffene politische Entscheidung zum Thema Tabakwerbung zum Ausdruck.

"Dogmen und Vorurteile haben sich gegen gesunden Menschenverstand und das Recht durchgesetzt," sagte der WBI Vizepräsident Marketing und Verkauf, Stavros Michaelides.

"Indem wir aufgefordert werden, unsere Markenzeichen zu ändern, versucht die EU mit allen Mitteln, Nicht-Tabakprodukte im Rahmen der Gesetzgebung, die die Tabakwerbung einschränken soll, zu verbieten. Die Auswirkungen dieser Entscheidung werden weit über den Tabakbereich hinausgehen. Gewerbe, Betriebe und Arbeitsplätze sind gefährdet."

Der EU Rat hatte die Existenz der echten und authentischen Markendiversifikation von Markennamen, die ursprünglich für Tabakerzeugnisse angemeldet wurden, anerkannt und läßt nun sogar seinen eigenen Beschluß außer Acht.

Wenn eine Veränderung in dem Erscheinungsbild von Markennamen der bestehenden Produkte verlangt wird, dann zerstört der Rat die eigentliche Grundlage für Markendiversifikation. Wenn von Land zu Land verschiedene Auslegungen zugelassen werden, verursacht der Rat eher ein potentielles Chaos, als daß er einen leistungsfähigen Binnenmarkt fördert.

"Es ist absurd," sagte Michaelides. "Beschränkungen für Erzeugnisse im Nicht-Tabak-Bereich sind schwerwiegender als für den Tabakbereich. Tabakfirmen werden ihre Marken nicht ändern. Deshalb müßten wir unsere ändern. Das kann nicht Rechtens sein," fügte er hinzu. "Und warum? Tatsache ist, daß die Verbraucher die WBI Produktwerbung nicht mit den Tabakerzeugnissen in Verbindung bringen."

Der Preis dafür sind Arbeitsplätze bei Firmen im Bereich der Markendiversifikation und bei vielen tausend anderen Unternehmen, die - oft ohne es zu wissen - mit Zigarettenmarken in Verbindung stehende Markennamen haben. Der Preis dafür ist die Auswahl, weniger Auswahl für die Verbraucher. Der Preis dafür ist mehr Bürokratie innerhalb der Europäischen Union. Und alles dies im Namen der Harmonisierung."

Praktische und wirkungsvolle Lösungen wurden vorgebracht und sind ignoriert worden. Der Gesundheitsrat hat sich ausschließlich darauf versteift, angebliche Gesetzeslücken auf Kosten von Arbeitsplätzen, Auswahlmöglichkeiten und Markenrechten zu schließen.

"Wir fordern den Rat, die Kommission und das Parlament dringend auf, dieses Thema neu anzugehen," sagte Michaelides. "Die Gesundheitsminister haben es falsch gemacht. Sie müssen richtigstellen."

Anmerkungen für die Redaktionen:

Worldwide Brands Inc. (WBI)

Die WBI wurde im Jahre 1981 in Köln gegründet. Sie hat ein Sortiment von hochwertigen Modeartikeln entwickelt und vermarktet diese international. Sie ist Inhaberin des Camel Markennamens außerhalb des Tabakbereiches. WBI ist eine Tochtergesellschaft von RJR Nabisco und unabhängig von R.J.Reynolds Tobacco. Im Jahre 1996 verkaufte WBI weltweit Produkte im Werte von 460 Millionen ECU. WBI ist in fast allen EU Märkten tätig. Bis zur Entscheidung des Gesundheitsrats folgten die Verkaufsprognosen dem erfolgreichen Verkaufsmuster der ausgereiften WBI Märkte - wie z.B. Deutschland, wo im Jahre 1996 die Umsätze 290 Millionen ECU erreichten.

Überprüfungen, die in verschiedenen Mitgliedsstaaten durchgeführt wurden, haben gezeigt, daß sorgfältig erarbeitete Geschäftsverbindungen für Markendiversifikationsprodukte dazu führen, daß die Verbraucher die Werbung mit den beworbenen Produkten in Verbindung bringen. Eine im Jahre 1996 in England durchgeführte Marktforschung ergab, daß 93 % der Befragten das WBI Werbematerial nicht mit Tabakprodukten in Verbindung brachten.

Marken-Diversifikation

Marken-Diversifikation ist die Verwendung eines Markennamens, der für ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung im Markt gut eingeführt ist, für eine andere, völlig davon unabhängige Produkt-oder Dienstleistungskategorie mit dem Ziel einer Geschäftsdiversifikation. Es ist eine im Wachstum begriffene, allgemeine Geschäftspraxis, weil die Marken das wertvollste Kapital eines Unternehmens sind. Marken-Diversifikation ermöglicht es einem Unternehmen, den Firmen- und Vermögenswert einer bestehenden Marke zu Geld zu machen. Sehr bekannte Beispiele einer Marken-Diversifikation sind u.a. Virgin (Geschäfte, Fluggesellschaft, alkoholfreie Getränke, Alkohol, usw.), Disney (Filme, Vergnügungsparks, Kleidung, Spielsachen), Marks & Spencer (Kleidung, Nahrungsmittel, Finanzberatung), Davidoff (Tabak und Toilettenartikel), Dunhill (Kleidung, Tabak). Es gibt zahlreiche andere Beispiele. Marken-Diversifikation ist besonders hilfreich, wenn ein Unternehmen in neue Wettbewerbsmärkte einsteigen möchte, denn ein anerkannter Markenname verbessert die Erfolgschancen ganz erheblich. Werbung ist ein wesentlicher Faktor, diesen Erfolg zu gewährleisten.

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