Wirtschaftskammer will Betriebe um 600 Millionen S entlasten

Beitragssenkung bei Entgeltfortzahlung um 0,2 Prozentpunkte gefordert

Wien (PWK) - Die Wirtschaftskammer Österreich hat am Mittwoch im Hauptverband der Sozialversicherungsträger eine Beitragssenkung nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz um 0,2 Prozentpunkte beantragt. ****

"Der dafür zuständige Erstattungsausschuß des Hauptverbandes hat durch ein Gutachten bestätigt, daß die beantragte Beitragssenkung möglich und finanzierbar ist. Damit könnten die heimischen Betriebe bei den Lohnnebenkosten ab 1. Jänner 1998 um ca. 600 Millionen Schilling entlastet werden". Martin Mayr, Leiter der Sozialpolitischen Abteilung in der Wirtschaftskammer Österreich, sieht keinen Grund, daß dieses Anliegen vom Sozialministerium abgelehnt werden könnte: "Mit einer Beitragssenkung wird nur den sinkenden Krankenständen bei den Arbeitern Rechnung getragen, ohne daß dabei in irgendeiner Weise in Rechte der Arbeiter eingegriffen wird." Zudem habe der Erstattungsfonds beim Hauptverband hohe Reserven angesammelt. Selbst bei einem erneuten - aber nicht zu erwartenden - Steigen der Krankenstände wäre daher die Finanzierung der Leistungen auch bei einer Beitragssenkung in den kommenden zwei Jahren in jedem Fall sichergestellt.

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Dr. Martin Mayr
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Abteilung für Sozialpolitik

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