TELEFIT-Förderprogramm der EU im November gestartet

WIFI bietet österreichischen Klein- und Mittelbetrieben sicheren Einstieg in die Telekommunikation

Wien (PWK) - "Während in Österreich die zielgerichtete Anwendung der Telekommunikation für große Unternehmen zum Arbeitsalltag gehört, zögern viele Klein- und Mittelbetriebe mit der Nutzung der neuen Technologien, teils aus fehlendem Know-how, aus Unsicherheit über die richtige Lösung oder aus Angst vor den hohen Startkosten", erklärte WIFI-Kurator Eduard Leischko heute vor Jornalisten. "Mit dem einzigartigen EU-geförderten TELEFIT-Programm, das JOANNEUM RESEARCH und dem WIFI Österreich entwickelt wurde, wird der Einstieg in die neuen Technologien für KMUs wesentlich erleichtert". ****

Insgesamt stehen für TELEFIT 74 Millionen Schilling zur Verfügung. Träger dieser Aktion sind das Wirtschaftsministerium, die EU-Kommission, die Landesregierungen und die Wirtschaftskammer. Förderbar im Rahmen dieses Programmes sind KMU's aus den Zielgebieten 1, 2 und 5b. Der Zugang zu dem Förderprogramm TELEFIT ist einfach, rasch und unbürokratisch. Das WIFI Österreich erledigt die gesamte organisatorische Abwicklung der TELEFIT-Förderung für die Betriebe. Bei den bis 1999 geplanten TELEFIT-Shows, die multimedial und interaktiv aufbereitet sind, werden die Unternehmer persönlich eingeladen und erhalten kostenlos konkrete, verständlich aufbereitete Informationen über die Anwendungsmöglichkeiten der Telekommunikation, des effizienten Datenaustausches im Betrieb und mit den Geschäftspartnern. Im Anschluß bekommen die TeilnehmerInnen die TELEFIT-Broschüre und können sich für drei verschiedene TELEFIT-Beratungen entscheiden, die mit 50 Prozent der Kosten gefördert werden. Das zweitägige TELEFIT-Seminar in Kleingruppen von sechs bis zehn Personen, TELEFIT-Individuell, bei dem Berater wahlweise drei, fünf oder zehn Tage im Unternehmen für maßgeschneiderte Lösungen zur Verfügung stehen oder TELEFIT-Spezial. Hier können die Unternehmer auf das Seminar-Angebot des WIFI Österreich zu speziellen Telekom-Themen zurückgreifen.

Die Erfahrungen der ersten 10 TELEFIT-Shows ließen ein großes Interesse erkennen, so Leischko, da jeweils ca. 100 Personen an den Veranstaltungen teilgenommen haben. Insgesamt haben sich davon bis jetzt 70 TeilnehmerInnen für das Seminar interessiert, 63 für eine individuelle Beratung sowie weitere 42 für TELEFIT-Spezial. Die TELEFIT-Shows finden nicht nur in den einzelnen Landeshauptstädten, sondern bewußt in kleinen Städten Österreichs statt, um somit auch Unternehmern in ländlichen Regionen, für die die Telekommunikation besonders wichtig ist, zu erreichen. Die nächsten TELEFIT-Shows werden in Knittelfeld (26.1.1998), in Bruck an der Mur (27.1.), in Gröbming (28.1.), in Leibnitz (2.2.), in Lienz (19.2.) und in Bad Radkersburg am 19.2. stattfinden.

Das WIFI sei insoferne der ideale Ansprechpartner für die Zielgruppe der KMUs, da bereits seit langem eine Vertrauensbasis hergestellt wurde", betonte der Kurator.

"Etwa 70 Prozent des Umsatzes der europäischen Wirtschaft stamme von Klein- und Mittelunternehmnen, ca 92 Prozent der EU-Unternehmen beschäftigen weniger als zehn Arbeitnehmer, und mehr als 70 Prozent aller Arbeitnehmer sind in KMUs beschäftigt. Deshalb stelle die Förderung der Klein- und Mittelbetriebe für die Europäische Union einen prioritären Tätigkeitsbereich dar", stellt Wolfgang Sreitenberger, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, fest. "Der Vorwurf, die EU fördere nur die großen Unternehmen, sei daher nicht richtig", so Streitenberger, "da über die Gemeinschaftsinitiative KMU 13,9 Mrd Schilling für alle EU-Länder zur Verfügung gestellt werden". Österreich stehen im Zeitraum 1994 -1999 von der Gemeinschaftsinitiative KMU zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit ca 124 Mio Schilling zur Verfügung, davon für das Projekt TELEFIT 34,3 Mio Schilling. Die Mittel für TELEFIT stammen aus den Maßnahmenbereichen Information und Beratung, auf die die Europäische Kommission einen besonderen Schwerpunkt legt", so Streitenberger weiter. Darüber hinaus gäbe es drei weitere österreichische Projekte, die sich im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative KMU mit der Anwendung von breitbandigen Telekommunikationstechnologien, der Bildung von virtuellen Unternehmen und dem Projekt Telelernen beschäftigen.

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WIFI Österreich
Tel. 50105/4526

Ing. Michael Seifert

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