Bundesjugendring für Verbesserung der Minderheitenrechte in Österreich

Wien (OTS) - Anläßlich des heutigen UNO-Menschenrechtstages am 10. Dezember 1997 und dem nahen Ende des EU-Jahres gegen Rassismus möchte der Österreichische Bundesjugendring auf die Situation der Minderheiten in Österreich hinweisen. "Es ist zwar bewundernswert, daß sich Österreich sehr stark und auch effizient in Fragen der Menschenrechte im Ausland einsetzt, die ungelösten Aufgaben der Minderheiten in Österreich werden jedoch verschwiegen", so Robert Pichler, Vorsitzender des Österreichischen Bundesjugendringes.

Ein großer Mangel herrscht zB in dem für die Volksgruppen so wichtigen Bereichen der Kindergärten und Schulen. Die Voraussetzungen eines zweisprachigen Unterrichtes wird durch die Politik weder gefördert noch geschaffen. Auch in Gemeinden, wo derzeit zweisprachige Kindergärten existieren, wird aufgrund mangelhafter zweisprachiger Ausbildungsmöglichkeiten für KindergärtnerInnen die Volksgruppensprache nicht als gleichwertige Erziehungssprache vermittelt.

Weiters gibt es im Burgenland keine und in Kärnten viel zuwenig zweisprachige topographische Aufschriften. Eklatante Mängel gibt es bei Ämtern und Behörden, bei denen die Volksgruppensprachen nachwievor nicht gleichberechtigt verwendet werden können.

Robert Pichler empfiehlt daher den Verantwortlichen in Bund und Ländern, den heute präsentierten Volksgruppenreport 1997 genau zu studieren und endlich Lösungen anzubieten.

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Harald Koller
Generalsekretär des Bundesjugendringes
Tel.: 01/214 44 99-0

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