Bauer: Naturschutz muß ein gesellschaftliches Gesamtanliegen sein!

Reduzierung auf ein einziges Verfahren würde dem Naturschutz schweren Schaden zufügen

St. Pölten, (SPI) - "Der Naturschutz muß ein gesellschaftliches Gesamtanliegen sein, und darf nicht mit einer Reduzierung auf ein Verfahren bzw. dessen Handhabe bleibend entwertet und ihm damit
ein schlechter Dienst erwiesen wird. Die Sozialdemokraten stellen die im Interesse der Allgemeinheit wirkende Obsorge zur dauernden Erhaltung der Natur als Lebensgrundlage für Menschen, Tiere und Pflanzen, sowie zum Schutz besonderer Teile der Natur von nachteiligen Veränderungen, Zerstörung oder Ausrottung in den Vordergrund", stellte der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Dr. Hannes Bauer, im Rahmen einer Pressekonferenz zum neuen NÖ Naturschutzgesetz fest.****

Das neue NÖ Naturschutzgesetz könnte am 18. Dezember beschlossen werden. Während sich die anderen Parteien auf die ausschließliche Änderung des § 2 des bestehenden Naturschutzgesetzes fokussieren, vertritt die SPÖ den Standpunkt, daß ein umfassendes Naturschutzgesetz nach so langen Gesprächen und so weitreichenden Annäherungen beschlossen werden soll. Immerhin seit dem Jahr 1992 wurde verhandelt, und ein wirklich modernes und exekutierbares Gesetzeswerk geschaffen, welches der Bedeutung der Ökologie im Leben der Menschen entsprechend Rechnung trägt. "Wenn hier VP-Klubobmann Böhm gemäß einer heutigen Aussendung eine "Husch-Pfusch-Lösung" sieht, ist dies angesichts dieses Zeitraumes völlig absurd! Nach fünf Jahren Verhandlungen ist es nun an der Zeit, daß gesamte Gesetz endlich ohne weitere Verzögerungen zu verabschieden", stellt Hannes Bauer fest.

Weiters darf festgestellt werden, daß der von den Sozialdemokraten eingebrachte Entwurf betreffend der von den anderen Parteien gewünschten Änderungen im § 2 des derzeit gültigen Naturschutzgesetzes bis auf einen einzigen Punkt - der
Beibehaltung der Ausnahme betreffend der Flurbereinigung für die Landwirtschaft - deckungsgleich ist. Die SPÖ bekennt sich dazu,
das NÖ Naturschutzgesetz in Verkehrsinfrastrukturverfahren - also auch in das Verfahren des Semmeringtunnels - einzubeziehen. Diesen Intentionen der anderen Parteien wird mit dem SP-Entwurf absolut Rechnung getragen. Was die Flurbereinigung betrifft, stehen wir
hier auf dem Standpunkt einer dynamischen Landentwicklung im Sinne positiver ökologischer Auswirkungen in den jeweiligen Regionen. Damit wird sich betreffend der weiteren Vorgangsweise und der Haltung der Abgeordneten zum vorliegenden Gesetzesentwurf klar und deutlich zeigen, welchen Stellenwert der Schutz der Umwelt und die Bewahrung der Natur bei den im NÖ Landtag vertretenen Parteien genießen", so Klubobmann Dr. Hannes Bauer abschließend.
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