Greenpeace: Scharfe Kritik an von Industrie diktierter Verzögerungstaktik bei Freisetzungen

Die Weiterführung des parlamentarischen Sonderausschusses ohne Initiatoren wäre Polit-Farce

Wien (OTS) - Scharfe Kritik übte Greenpeace heute an der von Maria Rauch-Kallat angekündigten Fortsetzung des Gentechnik-Sonderausschusses. "Wenn SPÖ und ÖVP den Ausschuß ohnedie Beteiligung der Initiatoren fortführen wollen, dann verkommt dieses wichtige parlamentarische Instrument endgültig zur Polit-Farce", erklärte Greenpeace-Sprecher Alexander Egit. Greenpeace fordert von den Regierungsparteien die Erfüllung von Mindestforderungen zum Thema Freisetzungen. Davor wäre eine Rückkehr in den Ausschuß unvorstellbar.

Der parlamentarische Sonderausschuß hätte sich laut Greenpeace als von der "Gentechnik-Industrie diktiertes Verzögerungsinstrument" erwiesen, das ausschließlich dazu diene, Freisetzungen im Frühjahr 1998 zu ermöglichen, statt zu verhindern. "Demokratie ist für Greenpeace, wenn die Anliegen von 1,2 Millionen Unterzeichnern des Gentechnik-Volksbegehrens mindestens so ernst genommen werden wie die Partikularinteressen einer kleinen Gruppe von Gentechnik-Lobbyisten, die vorwiegend im Interesse multinationaler Konzerne auf Kosten der Umwelt und der bäuerlichen Strukturen in Österreich arbeiten", erklärte Egit abschließend.

Weitere Informationen: Mag. Susanne Fromwald, Greenpeace Österreich, Tel.: 01-7130031/24 Wolfgang Pekny, Greenpeace Österreich, Tel.:
01-7130031/43 Mag. Alexander Egit, Greenpeace Österreich Tel:
01-7130031/25, 0664-3262555

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