BRANDSTETTER / ÖGJ-NÖ : KEINE SONN- UND FEIERTAGSARBEIT

Trotz Verstössen stures Beharren Prölls gegen Arbeitnehmer

Wien (ÖGB-NÖ) Obwohl bereits der erste Sonntag, der 16. 11., alle Befürchtungen hinsichtlich einer Umgehung und Aufweichung der Sonn- und Feiertagsruhe für Arbeitnehmer im Multiplexcenter bestätigt hat, beharrt Landeshauptmann Pröll trotz massivster Proteste seitens der Arbeitnehmer, der AK-NÖ, der GPA und vieler anderer stur auf seiner gegen die Arbeitnehmer gerichteten Verordnung, mit der die Sonn- und Feiertagsruhe im Handel langsam unterlaufen werden soll, kritisierte Freitag der Landesvorsitzende der ÖGJ-NÖ, Bernd Brandstetter, bei einer großen Protestaktion der ÖGJ-NÖ gegen die Sonntagsöffnung im Multiplexcenter. "Trotz widerrechtlicher Beschäftigung mit Werkverträgen und versuchten Umgehungen durch Gesellschafterverträger hält Pröll den Unternehmern die Stange. Diese landesfürstliche
Selbstherrlichkeit, die gegen die Interessen der
Handelsangestellten gerichtet ist, entlarvt Pröll als konsequenten Mißachter von Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Beschäftigten", betonte Brandstetter.

Im angeblichen Familienland Niederösterreich wird damit über kurz oder lang -zigtausenden Handelsangestellten das Familienleben an den Sonn- und Feiertagen verunmöglicht. "Enteder Pröll erkennt die drohenden Zeichen einer generellen Aufweichung der Sonn- und Feiertagsruhe nicht, oder er strebt sie bewußt an. Beides spricht gegen ihn", betonte der ÖGJ-Landesvorsitzende. Pröll stellt sich selbst als knieweicher Lobbyist gegen die Beschäftigten ins Rampenlicht, den die Interessen einiger Unternehmen sofort all
seine plakatierten Versprechen vergessen lassen. "Den Handelsangestellten steht durch den zunehmenden Druck das Wasser ohnehin bis zum Hals. Und diese Probleme werden nicht durch die feierliche und medienwirksame Übergabe von Steuergeldschecks wiedergutzumachen sein", unterstrich Brandstetter abschließend. (Schluß)nk

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