Immer mehr Ärzte arbeitslos (Teil 2)

Turnusärzte: inaktive Politik für Arbeitsmarkt-Probleme der Ärzte verantwortlich

Wien (OTS) - Die Bundessektion Turnusärzte erhob im Rahmen der ÖÄK-Vollversammlung, Donnerstag Abend schwere Vorwürfe gegen die Politik. Sie machte diese für die dramatischen Arbeitsmarkt-Probleme der jungen Ärzte verantwortlich. Auch die in Ausbildung stehenden Ärzte forderten unverzüglich Zugangsregelungen zum Medizinstudium, sollten nicht politische Maßnahmen die äußerst angespannte Arbeitsmarkt-Situation für Ärzte entschärfen, heißt es in einer Resolution der Bundessektion Turnusärzte.

Von besonderer Dringlichkeit sei die Ermöglichung und Finanzierung einer zeitgemäßen Gesundheitsversorgung außerhalb der Spitäler durch die Sozialversicherung, wie etwa Gruppenpraxen. Weiters reklamieren die Turnusärzte zusätzliche Kassenstellen entsprechend dem tatsächlichen Ärztebedarf. Die Jungmediziner erwarten sich darüber hinaus politischen Druck auf die Spitalseigentümer, um das neue Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz und weitere arbeitsrechtliche Normen (Arbeitsruhezeitgesetz) nun endlich rasch umzusetzen.

Zuletzt fordern die Turnusärzte eine Beschränkung der Tätigkeiten im Gesundheitsbereich auf Gesundheitsberufe mit fundierter Ausbildung (Medizinstudium, medizinisch-technische Dienste). Die im Gesundheitsbereich völlig unangemessene und unbedachte Liberalisierung und Entprofessionalisierung in Richtung minder-ausgebildeter Berufsgruppen wie Gesundheitsberater, Heilpraktiker oder gewerbliche Masseure sei gefährlich und daher
zu verhindern. (Schluß)

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