Kleine Betriebe haben großes Interesse an Weiterbildung

Gewerbe und Handwerk ist aktiver in der betrieblichen Weiter- bildung als die Konkurrenz in den meisten EU-Ländern

Wien (PWK) - Österreichische Klein- und Mittelbetriebe sind
aktiver in der betrieblichen Weiterbildung, als ihre Konkurrenten in den meisten anderen europäischen Ländern. Dies zeigt eine in elf europäischen Ländern im Auftrag der europäischen Kommission durchgeführte Befragung von mehr als 800 Klein- und Mittelbetrieben. Laut Institut für Gewerbe- und Handwerksforschung (IfG) haben 1996 im EU-Durchschnitt 56 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe Weiterbildungsmaßnahmen durchgeführt. In Österreich waren es 65 Prozent. ****

Weiterbildung läuft in österreichischen Betrieben auch geplanter ab, als in anderen Ländern. Während in Österreich jeder vierte Betrieb über einen schriftlichen Weiterbildungsplan verfügt, sind es im EU-Durchschnitt lediglich 15 Prozent.

Die Analyse des IfG zeigt, daß eine enge Beziehung zwischen Weiterbildung und Unternehmenserfolg besteht. 67 Prozent der österreichischen Betriebe mit schlechter bzw. sehr schlechter Performance führten keine Trainingsaktivitäten durch. In Unternehmen mit guter bzw. sehr guter Performance waren es "nur" 36 Prozent der Betriebe die keine Weiterbildungsmaßnahmen tätigen. Im Durchschnitt belaufen sich die Ausgaben für Weiterbildung auf 1,7 Prozent der gesamten Lohnkosten. Innerhalb der letzten drei Jahre erhöhten 47 Prozent der Betriebe ihre Ausgaben für Weiterbildung.

42 Prozent der Klein- und Mittelbetriebe setzen in der Weiterbildung auf spezielle interne Kurse. 36 Prozent nutzen primär externe Kurse und 20 Prozent verwenden beide Kursarten gleichzeitig. In Österreich hält jeder zweite Betrieb interne Kurse ab. In 56 Prozent der Fälle finden Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb des Unternehmens statt. 19 Prozent der europäischen Klein- und Mittelbetriebe veranstalten Schulungen am Unternehmensstandort und 25 Prozent sowohl am Standort, als auch außerhalb des Unternehmens. In Österreich finden die Schulungen am häufigsten (71 Prozent) außerhalb des Unternehmens statt.

Im Durchschnitt werden die Weiterbildungskurse in jedem zweiten Unternehmen primär während der Arbeitszeit abgehalten. Die länderspezifischen Unterschiede sind hier jedoch beträchtlich. Während in Frankreich (94 Prozent) und Finnland (80 Prozent) Schulungen und Kurse fast ausschließlich während der Arbeitszeit stattfinden, werden in Griechenland in 42 Prozent der Fälle Schulungen in der Freizeit und in weiteren 42 Prozent nur teilweise während der Arbeitszeit veranstaltet. In Österreich finden in 43 Prozent der Unternehmen die Weiterbildungsveranstaltungen während, in 27 Prozent außerhalb der Arbeitszeit statt.

Rückfragen & Kontakt:

Handwerksforschung (ifg)
Christian Lettmayr
Tel: 01/5059761

Institut für Gewerbe- und

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