LIF-Bolena fordert patientenorientierte Organisationsreform im AKH

"Hightech" Medizin kann zwischenmenschliche Kommunikation nicht ersetzen!

Wien (OTS) Anläßlich des gestern bekannt gewordenen tragischen Falls des kleinen Mädchens, das nach einer Behandlung im AKH ein Leben lang behindert sein wird, meldet sich die liberale Gesundheitssprecherin Alexandra Bolena zu Wort: "Man kann bei dem heutigen Wissensstand der Technik noch nicht sagen, ob diese Behinderung aufgrund eines Behandlungsfehlers oder, so wie die Ärzte im AKH das darstellen, aufgrund einer schicksalshaften Begebenheit entstand", so Bolena.

Eines könne man jedoch eindeutig feststellen: "Wie mit der Mutter in diesem Fall umgegangen wurde, ist einfach ein Skandal! Es geht hier gar nicht darum, ob die Ärzte aus ihrer subjektiven Sicht der Informationspflicht nachgekommen sind, vielmehr geht es darum, wie die Patientin bzw. die Mutter der Patientin dies subjektiv erlebt hat. Es ist unglaublich, daß die Mutter eines Kleinkindes das Spital verläßt, ohne zu wissen, daß ihr Kind an einer mehrfachen lebenslangen Behinderung leiden wird."

Hier liege ganz eindeutig menschliches Versagen, vor allem die Informationspflicht betreffend, vor. "Ganz sicher Mitschuld an dieser menschlichen Tragödie sind sicher die Strukturen im AKH", so Bolena. Das langjährige und immer wieder von den Liberalen eingeforderte Vorhaben, im AKH eine Organisationsreform vorzunehmen, so daß es zu einer besseren Kommunikation zwischen Pflegepersonal und Ärzteschaft komme, sei längst überfällig. Denn wie sich in der gestrigen ZIB-2-Sendung abzeichnete, werde hier seitens der Ärzteschaft versucht, die Schuld dem Pflegepersonal zu geben. Das Pflegepersonal werde diese Schuld brüsk von sich weisen und so wird im Endeffekt niemand dafür die Verantwortung übernehmen wollen. Die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten für einerseits das Pflegepersonal und andererseits der Ärzteschaft brächten solche Probleme mit sich, ja bedingten sie in Wahrheit sogar, kritisierte Bolena.

Solche Fälle wie dieser dürften sich nicht wiederholen. So könne sie nur mehr hoffen, daß der Familie ein langjähriger Rechtsstreit erspart bleibe, meinte Bolena. "Sehr eindrucksvoll sieht man an diesem Fall auch, wie wichtig die Einrichtung der Patientenanwaltschaft ist, die sicher ihr Bestes tun wird, um dieser Familie zu ihrem Recht zu verhelfen", meinte Bolena abschließend.

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