Tagung des Österr. AHS-Direktorenverbandes in Wels

AHS-Direktoren fragen: "Was soll die Eile?"

Wien (OTS) - Man stelle sich folgendes vor: Es werden neue Lehrpläne am grünen Tisch erstellt und Teile daraus an einigen Schulen während nur 6 Monaten erprobt. Die Rückmeldungen über die Verwendbarkeit müssen auch enthalten, wie sich jene Teile bewährt haben, die gar nicht mit Schüler getestet wurden! Sie glauben, das kann es nicht geben? Hier irren Sie, denn das geschieht derzeit im Schulbereich. Es wurden Lehrplanentwürfe für die 1. und 2. Klassen den Hauptschulen und den Gymnasien im September 1997 übermittelt und die Lehrer aufgefordert bis längstens Mitte März 1998 Rückmeldungen über die Erfahrungen mit dem Lehrplan zu geben. Anschließend will man aus diesen "Erfahrungsberichten", die neuen Lehrpläne erlassen. Die AHS-Direktoren haben sich anlässlich der Herbsttagung des Dachverbandes des Österreichischen AHS-Direktorenverbandes gegen diese Vorgangsweise ausgesprochen und die Frau Bundesministerin Gehrer aufgefordert, die Zeitdauer der Erprobung zu verlängern. Direktor HR Dr. Martgarete Zelfel, Sprecherin der AHS-Direktoren Österreichs: "Wir sind dafür, dass es Lehrpläne gibt, die von hoher Qualität sind, damit wir unsere Jugend auf die Herausforderungen der Zukunft bestens vorbereiten können. Qualität bedeutet aber, dass man eine ausreichende Erprobungsphase vorsieht."

Rückfragen & Kontakt:

Dir. HR DR. Margarete Zelfel
Arbeitsgemeinschaft der Direktorinnen und
Direktoren im Bereich der AHS in Österreich
Tel.: 02236/45170 bzw. 24244

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