Ozon-Kongreß in Kyoto zeichnet Seibersdorf Verfahren aus: OZON/ELEKTRONENSTRAHLVERFAHREN ZUR GRUNDWASSERSANIERUNG UND ABWASSERAUFBEREITUNG! - -GRAFIK

Wien (OTS) - * Kombinationsverfahren mineralisiert toxische Stoffe in Grundwässern und macht Trinkwasserqualität möglich =

Mit einem 2. Platz wurde vor wenigen Tagen beim
Internationalen Ozon-Kongreß in Kyoto die Projektdarstellung "Ozon/Elektronenstrahl-Kombinationsverfahren für Grundwassersanierung und Abwasseraufbereitung" des Österreichischen Forschungszentrums Seibersdorf (ÖFZS) ausgezeichnet. Der dafür zuständigeÖFZS-Manager, Dipl.Ing. Dr. Peter Gehringer, präsentierte dieses Projekt und nahmdie Auszeichnung entgegen.

Beim Ozon/Elektronenstarhlverfahren werden die Schadstoffe durch Hydroxyl (OH)-Radikale abgebaut. Diese äußerst reaktionsfähigen, kurzlebigen Redikale entstehen einmal direkt durch Einwirkung schneller Elektronen auf Wasser, zum anderen werden die gleichzeitig entstehenden reduzierend wirkenden Zwischenprodukte durch Ozon in OH-Radikale übergeführt, sodaß eines reines Oxidationsverfahren resultiert(Advanced Oxidation).

Das Ozon/Elektronenstrahlverfahren verfügt somit über zweiverschiedene Quellen, die gleichzeitig die OH-Radikale für den Schadstoffabbau liefern. Aus der damit erzielbaren höheren Konzentration anOH-Radikalen resultiert der entscheidende Vorteil gegenüber anderen Verfahren, die jeweils nur über eine einzige Quelle (Ozon oder Wasserstoffperoxid)für die OH- Radikalproduktion verfügen.

Durch das neue Ozon/Elektronenstrahl-Verfahren können toxische Substanzen wie z.B. Chlorkohlenwasserstoffe in Grundwasser mineralisiert werden, so daß die Verwendung als Trinkwasser möglich wird. Eserfolgt somit ein rückstandsfreier Schadstoffabbau ohne jede Umweltbelastung. Auch schwer abbaubare Schadstoffe, die in vielen Abwässern nach der biologischen Aufbereitung verbleiben, lassen sich durch das Kombinationsverfahren bis zur ökologischen Verträglichkeitreduzieren. Selbst atrazinverunreinigte Grundwässer können durch eine oxidative Behandlung mit OH-Radikalen zu Produkten mit stark reduzierterToxizität führen, wodurch ein biologischer Abbau auf einem nachgeschalteten Aktivkohlefilter und damit eine vollständige Reinigung desGrundwassers und Verwendung als Trinkwasser möglich wird.

Die Vorteile des in Seibersdorf entwickelten Verfahrens, dem sowohl ein österreichisches als auch ein europäisches Patent erteilt wurde,sind:

  • Hoher Wirkungsgrad durch mehr OH-Radikale als bei herkömmlichen Verfahren
  • Rückstandfreie Problemlösung und damit keine Schadstoffverlagerungim Trink- und Abwasser ; keine Erhöhung der Salzfracht in Abwässern
  • Besonders geeignet für hohe Durchsätze
  • Robust, weil unempfindlich gegen Blasen, Trübungen, suspendierte Partikel und Färbungen
  • Geringe Betriebskosten durch hohen

Energienutzungsgrad

(siehe auch OTS-GRAFIK)

Rückfragen & Kontakt:

(Österr. Forschungszentrum Seibersdorf)
Tel: 02254 - 780 - 3434
Fax: 02254 . 780 - 74060
E-mail: gehringer@arcs.ac.at

Dipl.Ing. Dr. Peter Gehringer

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