Mihaylova: Bulgarien strebt NATO- und EU-Beitritt an

Modernisierungsschub für die Wirtschaft erwartet - Österreich ist wichtiger Partner für Bulgarien

Wien (PWK) - Bulgarien strebt die volle Integration in die NATO
und in die Europäische Union an. Das erklärte die bulgarische Außenministerin Nadejda Mihaylova gestern (Dienstag) im Club Internationale Wirtschaft in Wien. Ausschlaggebend für diesen Wunsch sei nicht nur das Sicherheitstreben für den gesamten südosteuropäischen Raum, sondern auch der Modernisierungseffekt, der von einer "EU-Beitritts-Strategie" auf den Staat und auf die Wirtschaft ausgeht. ****

Die Ministerin plädierte für gleichzeitige Verhandlungen für alle EU-Kandidaten, auch wenn der Zeitpunkt des tatsächlichen EU-Beitritts vom Grad der "Beitrittsreife" des jeweiligen Landes abhänge. Frau Mihaylova betonte auch das problemlose Verhältnis Bulgariens zu seinen Nachbarstaaten und den Willen ihres Landes zur regionalen Zusammenarbeit um "das Bild der Region zu verändern und Kapital für Infrastruktur-Großprojekte anzuziehen".

Die neue (seit Mai 1997 im Amt befindliche) bulgarische Regierung sei bemüht, die Wirtschaft für internationale Investoren attraktiv zu machen, sagte Mihylova. Die Privatisierung werde beschleunigt vorangetrieben. Für 1998 stehen 38 Prozent der bulgarischen Staatsbetriebe auf dem Privatisierungsprogramm. Der Stand der Auslandsinvestitionen in Bulgarien liege derzeit bei rund 450 Mio US-Dollar. Ein Großteil des bulgarischen Außenhandels (rund 40 Prozent) werde schon jetzt mit den Ländern der EU abgewickelt.

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Maximiliana Tadina

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