Fall Goldberger eskaliert - Red-Bull-Vertreter bestätigt: "Goldberger hat jugoslawischen Paß, Personalausweis und Staatsbürgerschaft."

- Goldberger-Manager Federer im News-Interview:

"Goldberger wird erst jugoslawischer Staatsbürger, wenn die FIS Starterlaubnis gibt."
- Wiener Staatsanwaltschaft arbeitet an zweiter

Kokain-Anklage gegen Goldberger. =
Utl: Vorausmeldung zu NEWS Nr. 49/97=

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin News berichtet in seiner morgigen Ausgabe über die Hintergründe der Paß-Groteske um Andreas Goldberger in Jugoslawien. In News geben die beiden Vermittler für Goldberger - der Geschäftsmann Cedomir Soskic und der ehemalige Tennis-Star Slobodan Zivojinovic - ein Interview, in dem sie die Details offenlegen. Cedomir Soskic, der Verteter von Goldberger-Sponsor "Red Bull" in Restjugoslavien, sagt in News: "Es war ausgemacht, mit Details nicht an die Öffentlichkeit zu gehen, solange die ganze Sache nicht definitiv abgeschlossen ist. Goldberger hat auf eigene Initiative Sonntag damit ein ORF-Interview gegeben, deshalb können auch wir jetzt offen darüber reden. Es stimmt, daß Goldberger am Donnerstag, 27. November, in Belgrad die jugoslawische Staatsbürgerschaft, einen jugoslawischen Reisepaß sowie einen Personalausweis erhalten hat."

Soskic betont, daß Paß, Personalausweis und Staatsbürgerschaft auf direkte Intervention des Belgrader Innen- und Sportministers noch am vergangenen Donnerstag erteilt wurden.

Goldberger-Manager Edi Federer widerspricht in einem News-Interview dieser Darstellung. Federer in News: "Es gibt noch keinen Paß, nur ein Ansuchen. Goldberger kriegt die jugoslawische Staatsbürgerschaft auf jeden Fall, sie ist ihm nahezu verliehen, aber ob er sie je abholt - das ist die Frage. Goldi wird die jugoslawische Staatsbürgerschaft erst annehmen, wenn sicher ist, daß die FIS seine neue Nationalität anerkennt und ihn springen läßt. Alles andere wäre ein Wahnsinn!"

Federer erhebt in dem News-Interview schwere Vorwürfe gegen die FIS und kündigt an, daß Goldberger nun rechtliche Schritte direkt gegen die FIS setzen werde.

Im morgigen News bestätigt der Wiener Staatsanwalt Dr. Seemann, daß derzeit im Wiener Landesgericht eine neue Anklageschrift gegen Andreas Goldberger vorbereitet wird, die zu einem zweiten Gerichtsverfahren gegen den Sport-Star führen dürfte.

In dieser neuen Anklageschrift geht es um eine Aussage von Goldis einst väterlichem Freund Peter Kovacs, dem früheren Geschäftsführer der Diskothek P1. Kovacs gab am 17. Juni dieses Jahres bei Untersuchungsrichter Thomas Kreuter zu Protokoll, daß Goldi nicht nur - wie in seinem ORF-Outing zugegeben - im September 1996 "einmalig" Kokain konsumiert, sondern mit ihm im März/April im P1 auch ein zweites Mal Kokain geschnupft, sowie auf einer Reise auch Haschisch konsumiert habe.

Laut Staatsanwalt Dr. Seemann soll die neue Anklageschrift gegen Goldberger Anfang 1998 fertiggestellt sein.

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