Internationale Experten diskutieren über das Lernen im 21. Jahrhundert

Wien (OTS) - Vom 4. bis 5. Dezember 1997 findet im Siemens
Forum in Wien die Konferenz "Lernen im 21. Jahrhundert: Die internationale Dimension als Herausforderung an das
österreichische Bildungssystem" statt, bei der rund 150 nationale und internationale Experten erwartet werden. ****

Eröffnet wird die Konferenz von Bundesministerin Elisabeth Gehrer und Dr. Gerald Mader, dem Präsidenten der Österreichischen UNESCO-Kommission. Das Einleitungsreferat für die Konferenz wird von Prof. Aleksandra Kornhauser gehalten, Direktorin des Internationalen Zentrums für Chemische Studien, Ljubljana. Sie war als Mitglied der Delors-Kommission maßgeblich an der UNESCO-Studie zur Bildung für das 21. Jahrhundert beteiligt.

Ausgangspunkt für die Diskussion ist der mit großem Interesse aufgenommene UNESCO-Bericht von Jacques Delors, in dem die künftigen Aufgaben der Bildung und Erziehung in ihrer Verwobenheit mit politischen, ökonomischen, kulturellen und sozialen Aufgaben
im internationalen Kontext dargestellt werden. Der Gedanke des lebenslangen Lernens als "Schlüssel zum 21. Jahrhundert" steht im Mittelpunkt dieser Studie. Betont wird die Bedeutung der mehrsprachigen Erziehung sowie Kommunikationserziehung und die Fähigkeit, mit Computern umgehen zu können.

Vier Säulen bilden demnach das tragende Gerüst künftiger Bildung: Lernen, Zusammenleben, Lernen, Wissen zu erwerben, Lernen zu handeln und Lernen für das Leben. Die Menschen sind gefordert, Verständnis für die Mitmenschen, ihre Geschichte, Tradition und geistigen Werte zu entwickeln. Eine breite Allgemeinbildung müsse mit der Möglichkeit verknüpft werden, vertiefende Kenntnisse in ausgewählten Fächern zu erwerben. Lernen zu handeln, so der Bericht, bedeute nicht nur seine Arbeit tun, sondern mit unterschiedlichen Situationen fertig zu werden und die Fähigkeit zur Teamarbeit. Keines der Talente, die in jedem Menschen schlummern, dürfe ungenutzt bleiben. Diese Talente seien:
Gedächtnis, logisches Denken, Phantasie, körperliche Fähigkeiten, Sinn für Ästhetik und Kommunikationsfähigkeit.

Im Anschluß finden Arbeitskreise mit folgenden vier Schwerpunkten statt: Neue Technologien und neue Medien als Chance für eine weltoffene Gesellschaft, Bildung in der Krise der Arbeitswelt, Lehrende als Lernende sowie Bildung für alle:
Sozialer Erfahrungsraum Schule.

Am Freitag werden die Arbeitskreise fortgesetzt. Die abschließende Podiumsdiskussion steht unter dem Motto:
"Internationalisierung: Die notwendige Utopie".

Die Enquete wird vom Unterrichtsministerium unter Mitwirkung
des Wissenschaftsministeriums und der Österreichischen UNESCO-Kommission veranstaltet.
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(Schluß)

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