Ein Babenberger-Dorf für Mödling?

Rekonstruktionsschau als kommerzielles Unternehmen

St.Pölten (NLK) - An den internationalen Trend, archäologische Ausgrabungsfunde nicht nur wissenschaftlich zu dokumentieren, sondern auch zu rekonstruieren und derartiges als
"mittelalterliches Dorf" einem breiten Publikum anzubieten, will auch der historische Verein Mödling anknüpfen: In drei bis vier Jahresabschnitten soll dort am Steinbruch "Goldene Stiege" ein mittelalterliches Museumsdorf mit dem Namen "Babenberger-Dorf" errichtet werden. Die Betreiber des Projektes legen Wert darauf, damit nicht als Freizeitpark mißverstanden zu werden, sondern eine getreue Rekon-struktion einer Ansiedlung herzustellen, in der auch Handwerk und Leben in dieser Zeit gezeigt werden sollen. Neben Kräutergarten, Backhaus und Schmiede wird es auch einen Bauernhof mit Tieren geben. Das Publikum soll mit Ritterspielen, Min-nesängertreffen und mittelalterlichen Märkten angesprochen werden.

Man beruft sich auf das Vorbild von Freilichtmuseen, wie sie
vor rund 100 Jahren in Skandinavien kreiert wurden. Der entscheidende Aspekt für die Gestaltung solcher Museen ist die ganzheitliche Darstellung von Lebensbereichen und die Rekonstrukti-on von historischen Milieus. Mit dem Babenberger-
Dorf, in dem man auch "Interpretatoren" (erklärende Personen) antreffen wird, stößt man in Österreich auf eine Lücke. Der stufenweise Aufbau in mehreren Etappen soll dem Besucher ständig Neues brin-gen. Die finanziellen Mittel will der historische
Verein Mödling aus eigenem und mit Hilfe verschiedener Sponsoren aufbringen. Eine Zusammenarbeit mit der Universität Wien und der HTL Mödling ist im Gespräch. Über einen konkreten Zeitplan für die Realisierung ist allerdings noch nichts bekannt.

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