Weinviertel forciert grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Regionalverbände unterzeichneten Übereinkommen

St.Pölten (NLK) - Das Weinviertel forciert verstärkt die grenzüberschreitende Zu-sammenarbeit mit seinen nördlichen und östlichen Nachbarn. Grundlage dafür bildet ein Übereinkommen zur trilateralen Zusammenarbeit, das Vertreter des Regionalver-bandes Europaregion Weinviertel sowie die Verbände der Städte und Gemeinden Südmährens und der Westslowakei in der Wirtschaftskammer Mistelbach unterzeich-net haben. Die drei Partner verpflichten
sich darin, ihre Anliegen als Grenzregion in den künftigen EU-Programmkonzeptionen auf nationaler wie auch internationaler Ebene einzufordern und durch gemeinsame Maßnahmen die finanziellen Möglichkei-ten im Rahmen der Initiative INTERREG besser zu nutzen. Gleichzeitig soll ein Drei-länder-Netzwerk als wichtiger Schritt zur Entwicklung der grenzüberschreitenden Zu-sammenarbeit
aufgebaut werden.

Im Anschluß an die gestrige Unterzeichnung diskutierten Wirtschaftsexperten aus dem In- und Ausland Fragen der Wirtschaftsentwicklung in Grenzregionen sowie über die Bedeutung lokaler und regionaler Zusammenschlüsse im internationalen Stand-ortwettbewerb.

In Niederösterreich sind derzeit 23 Projekte der Gemeinschaftsinitiative INTERREG mit einem Fördervolumen von 29,2 Millionen Schilling genehmigt. Für INTERREG-Projekte stehen bis Ende 1999 mehr als 77 Millionen Schilling an EU-Mitteln zur Ver-fügung. Genehmigte Projektbeispiele für diese Regionen, die derzeit umgesetzt wer-den, sind beispielsweise ein "March-Panorama-Radweg" und ein "Besucherinformationsleitsystem March-Thaya-Auen", eine Machbarkeitsstudie zur Wiederherstellung des Eisenbahnüberganges Laa-Hevlin sowie eine EREG-Projektstudie (eigenständige Regionalentwicklung im Grenzraum Weinviertel -Südmähren). Im Jänner 1998 erfolgt auch der Startschuß für eine Machbarkeitsstudie zum Aufbau von Gewerbekoopera-tionen.

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