Nasses Laub: Unfallursache Nummer eins

Wien (OTS) - Jährlich rutschen fast 7.500 Personen auf nassem bzw. schlüpfrigen Boden aus. In den Monaten November und Dezember steigt die durchschnittliche Unfallzahl um fast 40 % gegenüber den Sommermonaten. Dies kommt wohl nicht zuletzt auch daher, daß das Gefahrenbewußtsein im Herbst noch nicht so stark ausgeprägt ist wie im spätern Winter. Der automatisierte Bewegungsablauf, wie er eben im Sommer üblich ist, wird oft gedankenlos noch in die ersten Herbstmonate mit hereingenommen. Die Sicherheitsexperten der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) geben dazu folgende Anregungen:

* Nässe sofort mit Rutschgefahr assoziieren.
Nieselregen und nebelfeuchte Luft vermindern die Reibung und damit die Bremswirkung des Schuhwerks.

* Für möglichst gute Bodenhaftung sorgen.
Größere rauhe Auftrittsflächen von Sohlen und Absätzen erhöhen die Reibung und sind glatten Ledersohlen und Pfennigabsätzen vorzuziehen.

* Auftrittswinkel erhöhen.
Füsse heben und möglichst in einem Winkel von 75 ° aufsetzen bannt die Rutschgefahr. Schlurfender, "fauler" Gang tut das Gegenteil.

* Sauberkeit schafft gute Sicht.
Laub wegkehren, Lehm- und Erdspuren beseitigen. Das verringert nicht nur die Rutsch-, sondern auch die Stolpergefahr.

Die Ursachen von "Sturz und Fall" sind meistens ganz banal. Sie schlagen aber durchschnittlich mit 25 Krankenstandtstagen und mehr als S 30.000 Unfallkosten pro "Fall" zu Buche.

(Siehe auch APA/OGS-GRAFIK)

Rückfragehinweis: AUVA

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