Gansch: Das neue NÖ Musikschulgesetz soll nicht von oben diktiert werden

Niederösterreich, 1.12.1997 (NÖI) Rund um eine Änderung des NÖ Musikschulgesetzes laufen derzeit intensive Gespräche aller Betroffenen. Im Jänner wird es eine Endrunde geben und anschließend, nach Einbindung der Gemeindevertreterverbände der Entwurf für das Musikschulgesetz erstellt werden. Diese Tatsachen müßten eigentlich auch dem SP-Abgeordneten Sacher mittlerweile klargeworden sein, stellte LAbg. Leopold Gansch fest.****

Mit dem seitens der Sozialdemokraten eingebrachten Resolutionsantrag werden völlig neue Gesichtspunkte eingebracht, die das Gesprächsklima massiv beeinträchtigen werden und die Einigung zwischen den verschiendenen Interessensgruppen
erschweren. So würde die von den Sozialdemokraten geforderte Festlegung der Kostenaufteilung bei den Basismusikschulen zu
Lasten der Eltern gehen. Die geforderte Festlegung auf Konservatorien gefährdet die Chancen Niederösterreichs. So wird eine Novelle zum Kunsthochschulgesetz derzeit heftig diskutiert.
Die Kulturreferenten der Bundesländer haben in diesem Zusammenhang eine neuerliche Diskussion aller Formen der Musikschulausbildung
in Österreich gefordert, die sowohl die Ausbildung in Pflichtschulen, auf den Kunsthochschulen und auch in den Musikschulen der Gemeinden umfaßt, erklärte Gansch.

"Nicht die Volkspartei Niederösterreich ist es also, die beim Musikschulgesetz wahltaktisch agiert, sondern die SP-NÖ. Uns geht es um die inhaltliche Sicht des Gesetzes. Eine von oben diktierte Vorwegnahme der Gespräche über diese Inhalte würde sicherlich nicht im Sinne der Betroffenen sein. Um für 1999 ein neues Musikschulgesetz zu haben, bedarf es derzeit keiner Vorgabe des Landtages. Es ist vielmehr Zeit genug, die bereits laufenden Gespräche ordentlich zu einem Ende zu bringen. Sacher wäre also gut beraten, sich dieser Vorgangsweise anzuschließen und mithelfen ein Musikschulgesetz zu schaffen, das im Sinne der Betroffenen ist und nicht im Sinne der SP-NÖ", betonte Gansch.

- 1 -

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NNV/NÖI