Österreich: "Miteinander" auf der Piste Wien (ÖRK) - Bei acht Millionen Schifahrern, die sich jedes Jahr auf Österreichs Pisten tummeln, kann es schon mal vorkommen, daß

man sich unfreiwillig näher kommt. Wie im Straßenverkehr gelten aber auch auf den Schipisten Regeln, die Unfälle verhindern
sollen. "Diese Regeln und noch einige weitere Tips sollten
beachtet werden, um sich und andere vor bösen Überraschungen zu schützen", sagt Dr.Heinz Peter Slatin, Chefarzt des Österreichischen Roten Kreuzes.

Ein Schitag sollte ein genußvolles Erlebnis sein. Gewöhnen Sie sich langsam an die Höhe. Wählen Sie deshalb nicht gleich zu Beginn die schwersten Abfahrten aus und machen Sie Pausen.
Unbedingt vor der Fahrt aufwärmen! Durch Stretching und Dehnungsübungen werden die Muskeln besser durchblutet, die Verletzungsgefahr wird geringer. " Achten Sie darauf, daß immer genügend Sturzraum bleibt. Halten Sie Abstand zu Absperrungen, Steinen, Bäumen und anderen Schifahrern", so Slatin.

Je schneller die Fahrt wird, desto kleiner ist das Blickfeld. Dies kann besonders bei Pistenkreuzungen, Liftstationen und in der Nähe von Schihütten gefährlich werden. Auch andere Schifahrer können Fehler machen. Slatin: "Passen Sie Ihre Geschwindigkeit Ihrem Können an und fahren Sie so, daß Sie immer ausweichen oder bremsen können." Apropos Schihütten: Schnaps, Glühwein und Jagatee verringern Reaktion und Koordination, sind also für Schifahrer nicht unbedingt geeignet.

Zahlreiche Schiunfälle passieren am Nachmittag. Nehmen Sie also Anzeichen von Ermüdung ernst. Fahren Sie lieber früher und gemütlich ab, die Liftkarte muß nicht bis zur letzten Sekunde ausgenutzt werden.

Als Grundregeln für ein "Miteinander" auf den Pisten hat der Internationale Schiverband zehn Regeln aufgestellt: 1) Niemanden gefährden oder schädigen. 2) Geschwindigkeit und Fahrweise dem Können und den Verhältnissen anpassen. 3) Fahrlinie der vorderen Schifahrer respektieren. 4) Überholen nur mit genügend Abstand. 5) Vor dem Anfahren und dem Queren Blick nach oben. 6) Anhalten nur
am Pistenrand oder an übersichtlichen Stellen. 7) Auf- und Abstieg nur am Pistenrand. 8) Markierungen und Signale beachten. 9) Nach Unfällen Hilfe leisten, Rettung alarmieren. 10) Als Unfallbeteiligte oder Zeugen Personalien abgeben.

"Rücksicht und Verantwortung sich selbst und anderen gegenüber könnten also viel dazu beitragen, daß es auf den Schipisten weniger Unfälle und damit Verletzte gibt", so Slatin.

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1.12.1997

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