POLLET-KAMMERLANDER: NAIVE HALTUNG DER OFFIZIERE

GRÜNE kritisieren ÖOG-Forderungen für Bündnis-Beitritt

Als "Versuch der politischen Einflußnahme" kritisiert die außenpolitische Sprecherin der GRÜNEN, Abg. Doris Pollet-KAMMERLANDER, die Forderung der Österreichischen Offiziersgesellschaft nach einem ehebaldigen Beitritt Österreichs zu einem Militärbündnis. "Bei der Suche der gemeinsamen zukünftigen Sicherheitsachitektur Europas ist keine Eile geboten, die Entscheidungen müssen unter Bedachtnahme auf die neue sicherheitspolitische Lage in Ruhe diskutiert und der Bevölkerung zur Abstimmung vorgelegt werden."

Im übrigen, so POLLET-KAMMERLANDER, sei die Ansicht der Offiersgesellschaft "naiv", Österreich könne im Fall eines Beitritts zu einem Militärbündnis die allgemeine Wehrpflicht beibehalten. "Im Gesamtkontext der strategischen, bündnispolitischen und verteidigungsökonomischen Aspekte entwickelt sich in Nato und WEU ein starker Zug in Richtung Berufsarmeen. Gerade im Rahmen der Militärbündnisse ist die allgemeine Wehrpflicht nicht mehr lange zu halten", so POLLET-KAMMERLANDER.

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