Presseaussendung

30. November 1997

Greenpeace/Klima/Welt-Gipfel/Kyoto/Solarkueche

Titel:
Greenpeace: Kyoto-Konferenz letzte Chance in diesem Jahrtausend fuer Weltklima

Untertitel:
Greenpeace serviert Kyoto-Delegierten ein ,letztes Klima-Mahl" aus Solarstrom-Kueche

Wien/Kyoto - Als letzte Chance fuer das Weltklima in diesem Jahrtausend bezeichnete Greenpeace die morgen in Kyoto, Japan, beginnende Welt-Klima-Konferenz. Greenpeace unterstuetzt das Ziel der kleinen Pazifik-Inselstaaten (AOSIS) nach Reduktion des Treibhausgases CO2 um 20 Prozent bis zum Jahr 2005 (auf Basis von 1990). Greenpeace-Aktivisten servieren den Delegierten am ,Vorabend" des Kyoto-Gipfels ein ,letztes Klima-Mahl", das vor dem Konferenzzentrum in einer Solarstrom-Kueche zubereitet wird. Greenpeace will bei der Konferenz die Machbarkeit einer solaren Revolution als Ausweg aus dem Klimachaos beweisen.

Neben verbindlichen Vereinbarungen zur mengenmaessigen Reduktion von Treibhausgasen fordert Greenpeace vom Welt-Klima-Gipfel in Kyoto politische Strategien und Massnahmen zur Erreichung der Reduktionsziele. ,Jeder Staat muss sich verpflichten, die Subventionen von fossilen zu erneuerbaren Energietraegern und zu Energie-Effizienz-Massnahmen umzulenken", forderte Erwin Mayer, Klima-Experte von Greenpeace OEsterreich. Allein in Europa wuerde eine Neuverteilung der Subventionen von 130 Milliarden Schilling pro Jahr die CO2-Emissionen um 10 bis 12 Prozent auf Basis von 1990 reduzieren.

Die Solarkueche von Greenpeace wird waehrend der gesamten Dauer des Welt-Klima-Gipfels in Kyoto im Hof vor dem Konferenzsaal in Betrieb sein. Fuer die Einrichtung der Kueche wurde ein Lastwagen umgebaut und mit einer photovoltaischen (PV) Anlage ausgestattet. Die ausschliesslich mit Sonnenenergie betriebene Kueche ist Bestandteil der weltweiten Greenpeace-Kampagne fuer die verstaerkte Nutzung alternativer Energiequellen anstelle fossiler Brennstoffe.

Das praktische Beispiel der Solarkueche von Greenpeace zeigt, dass ein Photovoltaik-System genuegend Energie liefern kann, um den Energiebedarf der elektrischen Geraete eines Haushalts zu decken. Die Technologie und die einzelnen Bestandteile der Kueche sind fuer jeden im Handel erhaeltlich.

Weitere Informationen:
Robert Francan, Greenpeace OEsterreich, Telefon: 0664/103 08 18

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