Didier-Werke AG: Paragraph 15 WpHG-Mitteilung

Wiesbaden (ots-Ad hoc-Service) - Mitteilung gemäß Paragraph 15 WpHG übermittelt von der DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist allein der Emittent verantwortlich.

Veitsch-Radex und Didier verständigen sich auf modifiziertes Konzept zum Abschluß des Beherrschungsvertrages

Die Vorstände der Didier-Werke Aktiengesellschaft, Wiesbaden, ("Didier") und der Veitsch-Radex Aktiengesellschaft für feuerfeste Erzeugnisse, Wien, ("Veitsch-Radex") haben sich heute auf ein modifiziertes Konzept zum Abschluß eines Beherrschungsvertrages zwischen Veitsch-Radex und Didier verständigt.

Nach dem beabsichtigten Beherrschungsvertrag soll Didier die Leitung ihrer Gesellschaft Veitsch-Radex unterstellen. Veitsch-Radex, die ihrerseits zum Konzern der börsennotierten Radex-Heraklith Industriebeteiligungs Aktiengesellschaft, Wien, (RHI-AG) gehört, ist am Grundkapital von Didier mit 75,2 Prozent beteiligt. Der beabsichtigte Abschluß des Beherrschungsvertrages bedarf der Zustimmung des Aufsichtsrats von Didier. Nach dessen Zustimmung soll der Beherrschungsvertrag von den Vorständen unterzeichnet werden. Die Beschlußfassung der Hauptversammlung von Didier über die Zustimmung zu dem Beherrschungsvertrag ist für eine außerordentliche Haupt-versammlung vorgesehen, die für den 20. Januar und vorsorglich für den 21. Januar 1998 einberufen werden soll. Der Beherrschungsvertrag wird nach Zustimmung der Hauptversammlung mit seiner Eintragung in das zuständige Handelsregister wirksam.

Die Vorstände von Veitsch-Radex und Didier sind der Überzeugung, daß der Abschluß des Beherrschungsvertrages für die weitere Integration der Aktivitäten von Didier und Veitsch- Radex auf dem Gebiet der Feuerfest-Erzeugnisse unerläßlich ist. Insbesondere im Interesse von Didier ist eine umfassende Integration der Aktivitäten von Didier und Veitsch-Radex geboten, die ohne den Abschluß des Beherrschungsvertrages aus aktienrechtlichen Gründen nicht möglich wäre. Trotz der erheblichen Erfolge, die die Zusammenarbeit mit Veitsch-Radex in den Geschäftsjahren 1995 und 1996 für Didier insbesondere in Form einer deutlichen Ertragsverbesserung gebracht hat, würde Didier ohne den Beherschungsvertrag aus eigener Kraft nicht in der Lage sein, ihre bestehende Marktposition zu erhalten und eine angemessene Verzinsung des eingesetzten Kapitals zu erwirtschaften.

In Anbetracht der kontroversen Diskussionen über die Ausgleichs-und Abfindungsleistungen für die außenstehenden Aktionäre von Didier in deren außerordentlichen Hauptversammlung am 17. Oktober 1997 haben die Vorstände von Veitsch-Radex und Didier sich - nach eingehender Prüfung und Beratung - auf ein modifiziertes Konzept verständigt, das folgende Punkte umfaßt:

Veitsch-Radex hat sich - zusätzlich zu dem vorgesehenen Barabfindungsangebot nach dem Beherrschungsvertrag gemäß Paragraph 305 AktG in Höhe von DM 120,00 je Aktiennennbetrag von DM 50,00 -bereiterklärt, nach Eintragung des Beherrechungsvertrages in das Handelsregister ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot an alle außenstehenden Aktionäre von Didier in Höhe von DM 150,00 je Aktiennennbetrag von DM 50,00 zu unterbreiten. Dies entspricht einem Aufschlag von DM 30,00, d.h. 25 Prozent auf das Barabfindungsangebot nach dem Beherrschungsvertrag und einem Aufschlag von DM 17,00 (13 Prozent) auf den durchschnittlichen Börsenkurs der Didier-Aktie der letzten zwölf Monate von DM 133,00.

Dieses freiwillige Kaufangebot von Veitsch-Radex wird spätestens zehn Tage nach Eintragung des Beherrschungsvertrages im Handelsregister abgegeben werden und auf voraussichtlich sechs Wochen befristet sein. Veitsch-Radex wird sich zur Nachzahlung für den Fall verpflichten, daß die gesetzliche Abfindung aufgrund des Beherrschungsvertrages in einem gerichtlichen Spruchstellenverfahren nach Paragraph 306 AktG oder durch einen Vergleich im Rahmen des gerichtlichen Spruchstellenverfahrens auf einen höheren Betrag als DM 150,00 festgesetzt werden sollte. Veitsch-Radex wird für dieses Kaufangebot den von der Börsensachverständigenkommission beim Bundesministerium der Finanzen aufgestellten Übernahmekodex in der Fassung vom 14. Juni 1995 auf freiwilliger Basis anerkennen.

Der Beherrschungsvertrag selbst soll - vorbehaltlich des Ergebnisses der gesetzlich vorgeschriebenen Vertragsprüfung - ein Abfindungsangebot von DM 120 je Aktiennennbetrag von DM 50 und eine jährliche Garantiedividende von DM 6 zuzüglich anrechenbarer Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in der jeweiligen gesetzlichen Höhe je Aktiennennbetrag von DM 50 vorsehen. Die jährliche Ausgleichszahlung wird damit gegenüber dem ursprünglichen Entwurf des Beherrschungsvertrages, wie er in der Hauptversammlung am 17. Oktober 1997 vorlag, um DM 1,20 (25 Prozent) je Aktie erhöht. Das Abfindungsangebot im Beherrschungs- vertrag bleibt gegenüber dem ursprünglichen Entwurf unverändert. Gegenüber den sich aufgrund der Unternehmensbewertung von Didier ergebenden Beträgen einer Ausgleichszahlung von DM 5,08 und einer Abfindung von DM 106,91, die von der C&L Deutsche Revision Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft als angemessen bestätigt worden sind, sollen damit sowohl der Betrag der Ausgleichszahlung wie auch der Betrag der Abfindung freiwillig zugunsten der außenstehenden Aktionäre wesentlich erhöht werden. Die im Vergleich zu der Unternehmensbewertung zum 17. Oktober 1997 etwas höheren Beträge von DM 5,08 und DM 106,91 resultieren aus der erforderlichen Neuberechnung zum jetzt maßgeblichen Bewertungsstichtag, dem vorgesehenen Datum der Hauptversammlung am 20. Januar 1998.

Die Vorstände von Veitsch-Radex und Didier sind der Überzeugung, daß mit dem modifizierten Konzept, insbesondere im Hinblick auf das freiwillige Kaufangebot, eine auch für die außenstehenden Aktionäre von Didier akzeptable Grundlage für den Abschluß des Beherrschungsvertrages geschaffen worden ist. Veitsch-Radex und Didier setzen darauf, daß mit dem modifizierten Konzept der im Interesse von Didier unerläßliche Abschluß des Beherrschungsvertrages nunmehr auch von den außenstehenden Aktionären der Gesellschaft unterstützt wird.

Ende der Mitteilung

Im Internet recherchierbar: http://www.newsaktuell.de

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HER/01