Waldviertel profitiert von EU-Förderungen

Mit hundert Projekten Einkommen der Bauern verbessert

St. Pölten (NLK) - Das Waldviertel profitiert eindeutig von den EU-Projekten, die im Rahmen der Ziel 5b-Förderung (Entwicklung des ländlichen Raumes) finanziert wer-den. In den letzten drei Jahren wurden rund 130 Projekte in den Bereichen Diversifi-zierung, Dienstleistung und Vermarktung mit einer Gesamtsumme von rund 300 Mil-lionen Schilling eingereicht, hundert davon wurden bereits realisiert. 18 beispielhafte landwirtschaftliche Projekte wurden heute in der Landwirtschaftlichen Fachschule Zwettl-Edelhof vorgestellt, wo auch Erkenntnisse und Erwartungen der Ziel 5b-Förderungen besprochen wurden. "Unsere Region hat in den letzten Jahren eine be-achtenswerte Entwicklung durchgemacht", betonte Waldviertelmanager Dipl.Ing. Adi Kastner. Mit den 5b-Gemeinschaftsprojekten sei es gelungen, die bäuerlichen Ein-kommen und die Vermarktungsstrukturen zu verbessern, die Kulturlandschaft zu er-halten und Erwerbskombinationen für Landwirte zu entwicklen. Beispielsweise habe der Bezirk Zwettl eine geringe
Arbeitslosenqote und es sei gelungen die Abwande-rung einzudämmen.

Solche erfolgreiche Projekte sind beispielsweise die Wanderreiterstation Heinrichs-reith, die Milchverarbeitung
Harbach, der Jauerlinger Cider oder die Hanfverarbeitung
Rastenfeld.

Die Projekte müssen eine Gemeinschaftsinitiatve sein und werden über den EAGSL (Europäischer Ausrichtungs- und Garantiefonds für die Landwirtschaft) -Strukturfonds von der EU zu 35 Prozent gefördert. 39 Prozent übernimmt das Bundesministerium für Land-und Forstwirtschaft und 26 Prozent das Land Niederösterreich. 5b-Projekte, die nicht die Landwirtschaft betreffen werden über den Europäischen Fonds für Regiona-le Entwicklung (EFRE) und den Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Landesrat Franz Blochberger bezeichnete die 5b-Förderung als Motor für die Ent-wicklung des ländlichen Raumes: "In Niederösterreich wurden bis jetzt 850 Projekte mit 650 Millionen Schilling an Fördermitteln bewilligt." Auch die Sektorplanförderung (vor und nachgelagerte Industrie im Nahrungsmittelbereich) sei ein wichtiger Faktor. Ziel 5b- und Sektorplanförderung hätten von 1995 bis 1997 Gesamtinvestitionen von drei Miliarden Schilling ausgelöst, die mit einer Milliarde Schilling gefördert worden seien. Blochberger: "Es gab noch nie so viele Förderansuchen. Man kann wirklich von einer neuen Gründerzeit sprechen."

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