Lehrlinge, Verwaltungsreform und Euro Hauptthemen des Kammertags

New Public Management bei Österreichs Verwaltung gefordert Antrag über Begleitgesetze zur Euro-Umstellung angenommen

Wien (PWK) - Im Anschluß an die Reden von WKÖ-Präsident Leopold Maderthaner und Generalsekretär Günter Stummvoll sowie das Arbeitsprogramm und Budget der Wirtschaftskammer Österreich, wurde beim Kammertag am Freitag, den 28. November, über eine Reihe von Anträgen abgestimmt. ****

Einstimmig angenommen wurde der von dem oberösterreichischen Wirtschaftskammer-Präsidenten Kurt Kaun gestellte Antrag über eine österreichische Verwaltungsreform im Sinne der modernen Führungsphilosophie New Public Management (NPM). Die Strukturreform soll neben besserer Kostentransparenz und den daraus resultierenden Einsparungen mehr Effektivität im Verwaltungshandeln bringen und stellt damit eine wesentliche Voraussetzung für die Stärkung des Wirtschafsstandortes Österreich dar.

Um eine möglichst friktionsfreie Euro-Einführung zu gewährleisten, wurde ein Antrag des Handels und der Tourismuswirtschaft eingebracht, in dem zu gesetzlichen Grundlagen, zum Zahlungsverkehr mit den Sozialversicherungsanstalten, zur steuerlichen Behandlung der Umstellungskosten sowie zur Parallelwährungsphase im Jahr 2002 Forderungen an die Regierung gestellt wurden. Der Antrag wurde mehrheitlich angenommen.

Auch beim Antrag des Obmannes der Bundessektion Gewerbe und Handwerk, Friedrich Achleitner, über eine erweiterte Reform der Lehrlingsausbildung, kam es zu einer Annahme durch den Kammertag. Ebenso bei Anträgen bezüglich der Untersuchungspflicht gemäß Bazillenausscheidergesetz und einer EU-weiten Anerkennung der Ingenieurbüros.

Einstimmig beschloß der Kammertag den von Österreichischem Wirtschaftsbund und Freien Wirtschaftsverband eingebrachten Antrag betreffend gewerblicher Sozialversicherung. Die Wirtschaftskammer Österreich erklärt sich darin bereit, "die durch die Angleichung der BSVG-Krankenversicherung an das ASVG-System mit den freiberuflichen Ärzten geschaffenen Vertragslage mit großer Aufmerksamkeit zu verfolgen und in Weiterentwicklung des bewährten GSVG-Krankenversicherungssystems alle Maßnahmen zu ergreifen, die zu einer Tarif- und Kostensenkung für die Versicherten führt".

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Helmut Voska

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